Beitrittsstaaten werden in elektronischen Datenaustausch der EU integriert

24. April 2003, 15:46
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IDA-Programm schafft gemeinsame Grundlage für E-Government

Sechs EU-Beitrittsländer schließen sich offiziell dem europaweiten Datenaustausch-Programm zwischen den staatlichen Verwaltungen an. Slowenien, Polen, die Tschechische Republik, Malta, Estland und Zypern haben dazu entsprechende Vereinbarungen mit der EU-Kommission geschlossen. Damit können diese Staaten die gesamteuropäische Infrastruktur nutzen, über die Daten zum Gemeinschaftsrecht oder E-Government ausgetauscht werden.

Herzstück moderner E-Government-Dienste

"IDA ist das Herzstück der Bemühungen zur Bereitstellung moderner E-Government-Dienste in der Union", erklärte der zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen dazu. Neben der Koordinierung und Finanzierung von elektronischen Netzen für den Datenaustausch zwischen staatlichen Behörden und der EU-Verwaltung dient das "Interchange of Data between Administrations"-Programm (IDA) dem Austausch von Spezialsoftware, technischen Anleitungen und Normen für die Kompatibilität elektronischer Behördendienste. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem sicheren und effizienten elektronischen Datenaustausch zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen. Die Beitrittsländer hatten bisher nur Beobachterstatus in den IDA-Arbeitsgruppen zu den verschiedenen Bereichen wie Netzsicherheit, Portale für E-Government und elektronische Ausschreibungen.

und Durchführung des Gemeinschaftsrechts erleichtern

Die EU-Kommission erhofft sich von der Aufnahme der Beitrittsländer in dieses Programm vor allem auch eine schnellere Integration dieser Staaten in die Gemeinschaft. So soll den Beitrittsländern mit dem Zugang zu den Kommunikations-Netzen der EU die Übernahme und Durchführung des Gemeinschaftsrechts erleichtert werden. Das IDA-Programm verfügt über ein jährliches Budget von 25 Mio. Euro, das von allen Mitgliedsländern getragen wird. Die vier anderen Beitrittsstaaten sollen noch 2003 folgen. (pte)

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