SARS: Reisewarnungen für Toronto und Peking

28. April 2003, 11:19
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Die Weltgesundheitsorganisationen rät von Reisen nach Peking, der chinesischen Provinz Shanxi und Toronto ab, diverse Länder verhängen Einreiseverbot

Die WHO dehnt die SARS-bedingten Reisewarnungen aus und rät von Besuchen in Peking, der chinesischen Provinz Shanxi und Toronto ab. In drei Wochen soll die einstweilige Reisewarnung neu bewertet werden. Dieser Zeitraum ist das Doppelte der maximalen Inkubationszeit von SARS. Von Reisen in die Provinz Guangdong und Hongkong wurde bereits am zweiten April abgeraten. Die Warnung besteht nach wie vor, da die Zahl der SARS-Fälle in China gestiegen ist. Die Reisewarnung dient als Vorsorgemaßnahme, um einerseits die Bevölkerung zu schützen und andererseits die Möglichkeiten einer weiteren internationalen Ausbreitung zu reduzieren.

In Peking hat die Lungenkrankheit bereits erste Panikreaktionen ausgelöst. Die Bevölkerung tätigt Hamsterkäufe und deckt sich mit Grundnahrungsmitteln ein. Die Maßnahmen der Regierung werden zunehmend drastischer. Die Behörden ordneten wegen der Ansteckungsgefahr mit SARS Staatsmedien zufolge die Schließung von Theatern, Internet-Cafes und anderen Vergnügungsstätten an.

Taiwan erlässt Einreiseverbot aus gewissen Regionen

Taiwan will wegen der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS keine Reisenden mehr aus China, Hongkong, Singapur und Kanada ins Land lassen. An Bürger aus diesen Regionen, in denen die Krankheit am stärksten verbreitet ist, würden keine Visa mehr vergeben, sagte Ministerpräsident Yu Shyi Kun am vergangenen Sonntag. Taiwaner, die aus den genannten Regionen heimreisten, müssten sich einer zehntägigen Quarantäne unterziehen.

Auch andere asiatische Staaten wollen mit Reisekontrollen gegen die Ausbreitung von SARS vorgehen. Die Gesundheitsminister mehrerer asiatischer Staaten einigten sich am Wochenende darauf, dass Passagiere an Flug- und Seehäfen auf Symptome der Krankheit untersucht werden sollen.

Von den weltweit mehr als 5.000 SARS-Patienten sind in China rund 2.900 und in Hongkong 1.500 gemeldet. Außerhalb Asiens sind die meisten SARS-Fälle bisher in Kanada aufgetreten. (APA/pte)

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