Die kommen, die Platten

4. August 2010, 11:47
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Iron Maiden arbeiteten mit Animationsteam - Indische Klänge bei Mumford & Sons - Train und ZZ Top kommen - Kim Wilde will Comeback

Iron Maiden bringen am 13. August ihr neues Studio-Album "The Final Frontier" (EMI) heraus. Um aktuelle Strömungen kümmern sich die britischen Schwermetall-Urgesteine wenig, die zehn Tracks auf der Platte haben alle Überlänge (Gesamtspielzeit: 76 Minuten), die Gitarren klingen wie in der Hochphase des Heavy Metal in den 80er Jahren. Das Video zum Titelsong wurde von der preisgekrönten Animationsfirma Darkside (u.a. "Gladiator", "Lost in Space") in Szene gesetzt (www.ironmaiden.de).

Mumford & Sons haben nach viel gepriesenen Konzerten mit Laura Marling und dem indischen Dharohar Project mit diesen Kollegen nun auch eine EP aufgenommen. Die als Download erhältlichen vier Songs, darunter spannende Neuinterpretationen von Mumfords "To Darkness" oder Marlings "Devil's Spoke", verbinden britischen Folk und indische Folklore. Die Shooting-Stars aus England, die beim Frequency Festival (19. bis 21. August in St. Pölten) auftreten, arbeiten außerdem am Material für ihre zweite LP.

Robert Plant lässt am 10. September mit neuem Material aufhorchen: Die Stimme der nur für kurze Zeit wiedervereinigten Led Zeppelin knüpft diesmal an ganz frühen Karriereschritte an. Darum ist das Album "Band Of Joy" (Universal) nach einer seiner ersten Bands benannt. "Als ich 17 war und mit der Band Of Joy musizierte, spielte ich nur Songs von anderen Künstlern und verwandelte sie in etwas Eigenes", erzählt der Brite. "Es war an der Zeit, an diese Einstellung und diesen Ansatz anzuknüpfen."

Train kommen am 29. Oktober nach Wien. Die Pop-Rock-Band mit Country-Einflüssen gastiert am 29. Oktober im Gasometer. Ein Monat davor kommt die Single "If It's Love" vom aktuellen Album "Save Me, San Francisco" in den Handel, wie Sony mitteilte. ZZ Top zieht es dagegen in die Steiermark: Das Trio tritt am 14. Oktober in der Grazer Stadthalle auf.

Kim Wilde, die in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Garten-Sendung in Großbritannien moderierte, kehrt zur Musik zurück: Die neue LP der Pop-Sängerin aus den 80ern ("Kids In America") mit dem Titel "Come Out And Play" (Sony) kommt Ende August, der Up-Beat Song "Lights Down Low" soll ab 13. August als Single für Vorfreude bei den Fans sorgen.

Roman Fischer gilt in seiner Heimat Deutschland nach zwei guten Indie-Pop-Alben mit dominierendem Klavier und Auftritten u.a. im Vorprogramm der Arctic Monkeys als hoffnungsvoller Newcomer. Der Bayer konnte mit dem nun erschienenen dritten Werk, schlicht "Roman Fischer" (Universal) betitelt, einen weiteren Schritt nach vorne machen und die Erwartungen erfüllen. Elektrosounds treffen auf NDW-Arrangements, Gitarrenrückkoppelungen auf melancholische Piano-Hymnen.

Life Of Agony haben 1993 mit dem Debüt "River Runs Red" den Durchbruch geschafft. Am 3. April würdigte die Gruppe in Brüssel das Album mit einem speziellen Konzert. Der rohe, erdige Mitschnitt "20 Years Strong" (Warner) - der Titel bezieht sich auf die Gründung der Band um Sänger Keith Caputo - macht klar, warum die Kombination aus New Yorker Hardcore und Rock seinerzeit für Aufregung sorgte. Und Kracher wie "Underground" haben nichts von ihrem Charme verloren. Dass man auch Lieder aus späteren Jahren auf die Setlist genommen hat, schadet dem CD-DVD-Paket nicht, zumal es den Sound von Life Of Agony gut dokumentiert. (APA)

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    foto: sony music
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