Satirischer Abschiedsgruß für ZDF-Moderator Seibert

12. Juli 2010, 15:34
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Gewerkschaft ver.di: Seibert habe nun die Chance, Bundeskanzlerin Angela Merkel "zu erklären, wie wichtig Staatsferne für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist und warum auf Redaktionen kein politischer Einfluss ausgeübt werden soll"

Mit einem satirischen Schreiben hat die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Wechsel des ZDF-Moderators Steffen Seibert in das Amt des Regierungssprechers kommentiert. "Die Bundesregierung braucht endlich gute Leute", hieß es in dem am Montag in Mainz veröffentlichten Schreiben.

In dem formell an Seibert adressierten Text wurde auch an die Nicht-Verlängerung des Vertrags des früheren ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender durch die politisch besetzten ZDF-Aufsichtsgremien erinnert. Brenders Vertrag war auf Betreiben des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) nicht verlängert worden.

Seibert habe nun die Chance, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "zu erklären, wie wichtig Staatsferne für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist und warum auf Redaktionen kein politischer Einfluss ausgeübt werden soll", schrieb ver.di.

Die deutsche Regierung hatte wie berichtet am Samstag bekanntgegeben, dass der 50-jährige Seibert, bisher Moderator der Nachrichtensendung "heute", neuer Regierungssprecher werden solle. Er tritt den Angaben zufolge sein Amt am 11. August an und löst Ulrich Wilhelm ab, der Intendant des Bayerischen Rundfunks wird. (APA)

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