Schweiz will Börsenaufsicht verschärfen

21. April 2003, 20:07
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Verbotene Verhaltens- und Vorgehensweisen werden konkretisiert

Zürich - Börsendelikte sollen nach Ansicht des Vizedirektors der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), Franz Stirnimann, strenger gefasst werden. Dazu seien Gesetzesreformen notwendig. Derzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe der EBK an neuen Marktverhaltensregeln. Darin werde konkretisiert, welche Verhaltens- und Vorgehensweisen zusätzlich zu den Tatbeständen des Insiderhandels und der Kursmanipulation aus aufsichtsrechtlicher Sicht unzulässig seien, sagte Stirnimann zur SonntagsZeitung. Ein Verhaltenscode für die Finanzbranche wurde vor einem Jahr angekündigt.

Darin geht es unter anderem um Informationsmissbrauch. "Darunter fallen Insiderwissen bei Fusionen, Übernahmen oder Börsengängen", so Stirnimann. Auch das Ausnutzen eines Wissensvorsprungs bei Gewinnwarnungen zähle dazu. Die Eidgenössische Bankenkommission forderte seit längerem eine Verschärfung der Insider-Strafnorm. (sda, Der Standard, Printausgabe, 22.04.2003)

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