Mazedonien: Albanische Ex-Rebellenpartei verlässt Parlament

19. April 2003, 21:17
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Politische Tätigkeit "eingefroren"

Skopje - Die zweitstärkste Albanerpartei in Mazedonien, die Demokratische Partei der Albaner (PDSh), hat ihre sieben Abgeordneten aus dem Parlament zurückgezogen. Die PDSh-Führung erklärte gleichzeitig am Samstag das Einfrieren ihrer politischen Tätigkeit. Arben Xhaferi, PDSH-Chef und einer der einflussreichsten Albanerführer in der ganzen Region, warf der slawisch-mazedonischen Gesellschaft vor, keinen inneren Zusammenhalt mit der albanischen Minderheit schaffen zu wollen. Damit wachse die Gefahr einer neuen Teilung Mazedoniens, warnte er auf dem Parteitreffen im westmazedonischen Tetovo.

Zuvor hatte Daut Rexhepi, ehemaliger Befehlshaber der Untergrundarmee UCK und PDSh-Chef in Tetovo, die Unzufriedenheit seiner Partei mit der mazedonischen Innenpolitik geäußert. Er warf auch den internationalen Vertretern "Apathie" angesichts der albanischen Nationalinteressen vor. (APA/dpa)

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