Preisunterschiede bei Mietautos

21. Juni 2010, 12:59
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Die AK hat die Preise von acht Leihwagenanbietern aus Österreich für zwölf Länder verglichen. Die Preisunterschiede sind teilweise enorm

Entlang von Landstraßen die Natur entdecken, Städte und Dörfer besuchen, versteckte Strände ausfindig machen, all das geht am besten mit einem PKW. Im Urlaubsland ist das in vielen Fällen das Leihauto, das von Land zu Land - aber auch von Anbieter zu Anbieter - die Urlaubskasse ganz unterschiedlich belasten kann.

Die Arbeiterkammer hat die Preise bei Mietautos unter die Lupe genommen und dabei erstaunliche Unterschiede entdeckt. Die Differenz zwischen billigstem und teuerstem Anbieter können mitunter ernorm sein, und zwar innerhalb ein und desselben Urlaubslandes. Zwölf Länder wurden untersucht, bei acht Anbietern aus Österreich.

Harald Glatz, AK Konsumentenschützer, rät dazu, bei einer Buchung in Österreich, mehrere Angebote einzuholen. Dann findet man auch Preisdifferenzen wie jene auf Gran Canaria, wo der Unterschied zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter bei 240 Prozent liegt. Der billigste Mietwagen kostet, inklusive Steuern und Versicherung, knapp 149 Euro (Holidy Autos), bei Hertz verlangt man fast 506 Euro.

Unterschiedliche Kosten

Die massiven Preisunterschiede erklärt Glatz damit, dass Selbstbehalte, Personeninsassenversicherung und die Verfügbarkeit von Autos in der günstigsten Kategorie von Anbieter zu Anbieter variieren. Holiday Autos verrechnet etwa für einen Wagen auf Mallorca pro Tag 2,32 Euro für eine Personeninsassenversicherung, Europcar 10,03 Euro. Die Versicherungsleistungen bei Personeninsassenversicherungen sind sehr unterschiedlich, in manchen Fällen wird gar keine angeboten. Glat rät daher, sich immer genau zu erkundigen, was im Preis enthalten ist, ob es einen Selbstbehalt gibt und wie hoch dieser ist.

Preisunterschied: 240 Prozent

Den massivsten Preisunterschied gab es auf Gran Canaria (240,2 Prozent). Auf Ibiza war der Unterschied zwischen billigstem (315 Euro/Sunny Cars/Hyundai Getz) und teuerstem (704,08 Euro/Europcar/Fiat Panda) Mietwagen mit 123,5 Prozent ebenfalls beachtlich. Am geringsten unterschieden sich die Preise auf Kos, wo das billigste Auto 283,65 Euro (Sixt/Chevrolet Matiz), das teuerste 50,8 Prozent mehr kostet, nämlich 427,86 (Budget/Chevrolet Matiz). Den teuersten Mietpreis der Gesamtstudie muss man in Ibiza zahlen, am günstigsten ist ein Leihwagen für eine Woche auf Gran Canaria, wo der Kia Picanto von Holiday Autos 148,63 Euro kostet.

Internet spart Geld

Bei den meisten Anbietern gibt es zwei Preisvarianten: Sofortzahlung im Internet oder Zahlung bei Abholung am Urlaubsort. Onlinebuchungen sind für gewöhnlich die günstigere Lösung. Bei Avis etwa kostet die Onlinebuchung mit sofortiger Bezahlung um bis zu 20 Prozent weniger als die direkte Zahlung bei Abholung am Urlaubsort.

Die Preisentwicklung seit 2009 verlief sehr unterschiedlich. Auf Zypern sind die Preise gefallen, Portugal und Spanien hingegen zeigen sich 2010 um bis zu 33 Prozent teure als im Vorjahr. Auf Malta und den griechischen Inseln gab es geringe Verteuerungen und auch in Antalya und Italien sind die Preise gestiegen und zwar um rund zehn Prozent.

Die AK bei ihrer Untersuchung die Mietkosten für ein Auto (günstigstes verfügbares Auto) für die erste Augustwoche erhoben. Im Preis enthalten sind Steuern und Versicherungen (Vollkasko-, Diebstahl- und Personeninsassenversicherung) sowie unlimitierte Kilometer. Die AK prüfte die Preise bei den Autovermietern Sixt, Budget, Avis, Hertz, Europcar, Thrifty Car, Sunny Cars und Holiday Autos in den Ländern Korfu, Rhodos, Kos, Antalya, Ibiza, Gran Canaria, Mallorca, Lissabon, Malta, Zypern, Sizilien und Sardinien. (red)

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    Hinein ins Leihauto und ab auf die Landstraße. Wer vergleicht und im Internet bucht und zahlt fährt günstiger.

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