Börse Frankfurt: Dax schließt im Plus

16. Juni 2010, 18:45
posten

SkyDeutschland geben deutlich ab

Frankfurt - Trotz schwacher Konjunkturdaten aus den USA ist der Dax am Mittwoch im späten Handeln ins Plus gedreht. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 6.190,91 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich auf 6.143 Punkte gesunken war. Der M-Dax gab dagegen um 0,46 Prozent auf 8.414,97 Punkte nach, der TecDax verlor 0,29 Prozent auf 773,52 Punkte. Börsianern zufolge stützte am Nachmittag eine leichte Erholung beim Euro die Kurse.

Aus den USA waren unter anderem schwache Daten vom Häusermarkt gemeldet worden. Das zusammen mit hohen Risikoaufschlägen für spanische Staatsanleihen habe die Märkte im Tagesverlauf belastet, sagte Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets. Die Aufschläge waren am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Gründung der Währungsunion geklettert. Das gilt als Zeichen dafür, dass die Sorgen um die Schuldenlast Spaniens wieder wachsen. Gerüchte hatten die Runde gemacht, dass an einem 250 Milliarden Euro schweren Rettungsplan gearbeitet wird. Sowohl die EU als auch die Spanier hatten das aber dementiert.

Ein enttäuschender Ausblick des US-Logistikers FedEx belastete die Aktien der Deutschen Post. Nach einem Schub im späten Handel notierten sie am Ende zumindest noch unverändert bei 12,56 Euro. FedEx hatte für das Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis je Aktie in Aussicht gestellt, das unter den Erwartungen des Marktes lag. Um 0,12 Prozent nach unten ging es für die Papiere von RWE. Der Versorger denkt Medienberichten zufolge über eine Senkung der Dividende nach, falls in Deutschland die Brennelemente-Steuer kommen sollte.

MAN an Dax-Spitze

An der Spitze des Dax lagen die Aktien von MAN, die 1,41 Prozent auf 68,36 Euro zulegten. Konkurrent Volvo hatte von einem soliden Absatzwachstum beim Lkw-Geschäft im Mai berichtet.

Im M-Dax waren mit einem Plus von 4,60 Prozent auf 26,835 Euro vor allem die Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA gefragt. Firmenchef Klaus-Dieter Peters hatte auf der Hauptversammlung den Umsatz- und Gewinnausblick für das laufende Jahr bekräftigt. Um 4,31 Prozent auf 18,89 Euro nach oben ging es zudem für die Papiere von Celesio. Der Pharmahändler legt sein niederländisches Apothekengeschäft mit dem Geschäft des Konkurrenten Phoenix zusammen.

Mit Abstand der größte Verlierer im Index mittelgroßer Werte waren die Titel von Sky Deutschland, die nach massiven Gewinnen am Vortag um mehr als siebeneinhalb Prozent abrutschten. Aktien von ProSiebenSat.1 fielen um 1,37 Prozent auf 12,62 Euro. Der TV-Konzern trennt sich endgültig vom Nachrichtensender N24, der von einer Manager-Gruppe um den früheren "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust übernommen wird. Im Zuge dessen fallen für ProSiebenSat.1 einmalige Kosten und Abschreibungen in Höhe von 53 Millionen Euro an. (APA)

Share if you care.