Chronologie des Unglücks

15. Juni 2010, 10:31
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Seit acht Wochen sprudelt Öl aus dem Bohrloch vor Louisiana

Seit acht Wochen sprudelt Öl aus einem Bohrloch vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana. Ein Rückblick:

20. April: Auf der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko gibt es eine Explosion. Die meisten der 126 Arbeiter können gerettet werden, elf bleiben vermisst.

22. April: Die brennende Bohrinsel sinkt. Zum Untergang trägt eine Serie technischer und menschlicher Fehler bei.

25. April: Experten versuchen mit einem Unterwasser-Roboter, den Austritt von Rohöl in 1.500 Metern Tiefe zu stoppen - ohne Erfolg.

28. April: Ein Teil des Ölfilms wird abgefackelt.

29. April: Die US-Regierung stuft die Ölpest als Katastrophe "von nationaler Bedeutung" ein.

1. Mai: Nach Louisiana und Florida rufen auch die Bundesstaaten Alabama und Mississippi den Notstand aus.

2. Mai: US-Präsident Barack Obama hat inzwischen 16 Bundesbehörden eingeschaltet.

6. Mai: Das Öl erreicht Land, die unbewohnte Freemason-Insel.

8. Mai: BP-Experten brechen den Versuch ab, das ausströmende Öl mit Hilfe einer großen Stahlkuppel abzusaugen.

11. Mai: Im Energieausschuss des Senats machen sich die Spitzenmanager der drei in das Unglück verstrickten Unternehmen - BP, Transocean und Halliburton - gegenseitig verantwortlich.

12. Mai: Eine kleine Stahlkuppel soll das Öl weitgehend stoppen.

16. Mai: Nach mehreren Fehlschlägen gelingt es, ein Absaugrohr in die defekte Steigleitung einzuführen und Öl auf ein Schiff zu pumpen. US-Wissenschaftler haben große Unterwasser-Ölschwaden entdeckt.

17. Mai: Der für die Kontrolle der Tiefsee-Bohrungen zuständige Abteilungsleiter der US-Behörde für Mineralienförderung tritt zurück.

20. Mai: Ein Live-Video vom Meeresgrund zeigt, dass mehr Öl ins Wasser austritt, als BP bisher schätzte.

26. Mai: BP startet die Operation "Top Kill". Durch Beschuss mit riesigen Schlamm-Mengen soll das sprudelnde Öl gestoppt werden. Tagelang bleibt unklar, ob "Top Kill" Erfolg hat.

27. Mai: Wissenschafter der US-Geologiebehörde gehen davon aus, dass täglich zwischen 1.600 und 3.400 Tonnen Öl ins Meer strömen. Obama entlässt die Chefin der Behörde für Mineralien-Management (MMS), Elizabeth Birnbaum.

28. Mai: Obama will die Zahl der Helfer verdreifachen. Rund 240 Kilometer der Küste sind bereits verseucht. Laut US-Ozeanbehörde NOAA darf bereits in einem Viertel des Golfs nicht mehr gefischt werden.

29. Mai: Die Operation "Top Kill" scheitert. Nun soll ein Steigrohr zur Quelle am Meeresgrund abgesägt und auf die Öffnung eine Kuppel gestülpt werden. Dort soll ein Großteil des Öls aufgefangen und durch eine Leitung zu einem Schiff geleitet werden.

4. Juni: Den Ingenieuren gelingt es, einen Behälter über dem Leck zu platzieren. Allerdings strömt weiterhin Öl ins Meer, nur ein kleiner Teil kann kontrolliert zu einem Schiff abgeleitet werden.

6. Juni: Mittlerweile werden 1.500 Tonnen Öl pro Tag auf ein Schiff geleitet. BP zufolge ist das "die Mehrheit" des ausströmenden Öls.

10. Juni: Allein in Louisiana haben inzwischen mehr als 70 Menschen ärztliche Hilfe gesucht - wegen Übelkeit, Kopfschmerzen, entzündeten Augen und Atembeschwerden. Mindestens 1.100 ölverschmierte Vögel wurden gefunden, der größte Teil von ihnen tot.

11. Juni: Wissenschafter der US-Geologiebehörde gehen mittlerweile davon aus, dass täglich bis zu 5.400 Tonnen Öl aus dem Bohrloch schießen könnten.

13. Juni: Wegen der Katastrophe kündigt Obama eine Rede an die Nation an und verstärkt den Druck auf BP.

14. Juni: Die Ölpest hat den Energieriesen nach eigenen Angaben bisher 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) gekostet.

 

(APA/dpa)

 

 

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