Weitere Stimmungsverbesserung möglich

11. Juni 2010, 16:34
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Ein Kommentar von Raiffeisen Research

USA

Nach einem neuerlich schwachen Wochenanfang samt rasanter Aufholbewegung am Donnerstag musste der US-Aktienmarkt im Wochenvergleich insgesamt Einbußen wegstecken. Unterstützung kam jedoch insbesondere von Seiten der sehr soliden chinesischen Handelsdaten, welche imstande waren, die Sorgen vor globalen Konjunkturproblemen vorerst einmal zur Seite zu drängen. In Kombination mit den eine Woche zuvor veröffentlichten US-Konjunkturvorlaufindikatoren lässt dies nämlich darauf hoffen, dass die jüngsten Finanzmarktturbulenzen die realwirtschaftliche Erholung (noch) nicht beschädigen. Dennoch besteht weiterhin die Gefahr, dass eine länger andauernde Verstörung an Renten- und Interbankenmärkten den Kreditmultiplikator beeinträchtigt und somit das Vertrauen in den Aufschwung unterminiert. Andererseits ist von Seiten der Notenbanken von einer Prolongierung der sehr expansiven Stimulusmaßnahmen auszugehen und auch die kommende Berichtssaison könnte ihr Scherflein zu einer weiteren Stimmungsverbesserung beitragen.

Europa

An den europäischen Aktienmärkten sind die Anleger weiter hin und hergerissen zwischen mehr oder weniger guten Konjunktur und Unternehmensdaten auf der einen Seite und den Sorgen um die Staatsverschuldung der europäischen Staaten auf der anderen. So konnten zuletzt vor allem die guten Wirtschaftsdaten aus Asien für Auftrieb sorgen, da sie offensichtlich bei vielen die Hoffnung nährten, dass die Probleme Europas das weltweite Wirtschaftswachstum nur unwesentlich in Mitleidenschaft ziehen werden. Unterstrichen wurde dies auch noch durch die nur leichte Absenkung der Wachstumsaussichten der EZB für die Eurozone für das Jahr 2011.

Auch wenn die Unsicherheit bezüglich der Schuldenproblematik einiger europäischer Länder in den kommenden Monaten nach wie vor für volatile Aktienmärkte sorgen wird, gehen wir davon aus, dass die Kurse aufgrund der nach wie vor reichlich vorhandenen Liquidität und mangels Anlagealternativen zulegen werden. Die Aussichten auf eine erneut positive Quartalsbilanz
der Unternehmen sowie die nach wie vor günstigen Bewertungen sollten eine freundlichere Tendenz ermöglichen.

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