In Spanien fiel eine der letzten Männerdomänen

18. April 2003, 18:30
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Erstmals trug eine Frau Heiligenfigur zur Osterprozession

Malaga - Die Anwältin Adela Utrera (37) hat eine der letzten Männerbastionen in Spanien zu Fall gebracht: Als erste Frau durfte sie bei der traditionellen Osterprozession in Malaga eine der tonnenschweren Heiligenfiguren durch die Straßen schleppen - zusammen mit 233 Männern. Auf Adela Utreras Schultern lastete während des sechsstündigen Marsches ein Gewicht von 30 Kilogramm, wie die Presse am Freitag vorrechnete.

Die resolute Juristin, Tochter eines früheren Bürgermeisters der südspanischen Stadt, war während des Ganges so ergriffen, dass sie in Tränen ausbrach, hielt ansonsten aber tapfer durch. Ihre Teilnahme hatte die 37-Jährige mit einer Abstimmung der Mitglieder der Bruderschaft des "Cristo de la Buena Muerte" (Christus des Guten Todes) durchgesetzt: Sie erhielt 218 Ja- und 161 Nein-Stimmen. Der Versuch, die Frau mit einer Beschwerde beim örtlichen Bischof Antonio Dorado doch noch von ihrem Vorhaben abzuhalten, scheiterte. (APA/dpa)

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