"Streikdrohung steht im Raum"

18. April 2003, 13:32
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ÖGB-Chef Verzetnitsch spricht sich bei Vier-Parteien-Konsens für Volksabstimmung aus - Zeithorizont für Reform ist 2033

Wien - Die geplanten Pensionsreformmaßnahmen führten zu großem Unmut in den Betrieben, die "Streikdrohung steht im Raum".

Das hat ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch Donnerstagabend im ORF-Fernsehen bestätigt. Er vermisst ein Gesamtkonzept nach dem Motto "gleiche Beiträge, gleiche Leistungen".

Gesamtes Konzept der vier Parteien erwünscht

Eine solche Reform könne man nur durch ein gemeinsames Konzept der vier Parteien und der Sozialpartner erzielen. Für eine solche Lösung wäre dann auch eine Volksabstimmung denkbar, sagte Verzetnitsch in der "Zeit im Bild 2".

Die von der Regierung geplanten Vorhaben dienten nur der Budgetsanierung, übte der ÖGB-Präsident neuerlich Kritik. Seiner Meinung nach wäre innerhalb von etwa neun Monaten ein gemeinsames Pensionskonzept für eine umfassende Reform zu erarbeiten.

2033 als zeitlicher Horizont

Zeitlicher Horizont könnte das Jahr 2033 sein, wenn für Frauen und Männer das gleiche Pensionsalter gilt. Dann könnte ein 65-Jähriger Arbeitnehmer nach 45 Versicherungsjahren eine Pension von 80 Prozent seines Aktivbezugs erhalten, gab Verzetnitsch die Linie des ÖGB vor.(APA)

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  • ÖGB-Präsident Verzetnitsch: "Die Streikdrohung steht im Raum"
    montage: derstandard.at

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