Nur ein Regenreifentyp pro Wochenende

17. April 2003, 18:30
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Teamchefs sind sich einig: Reglement bleibt unverändert - Fisichella erhält Pokal für Sieg in Brasilien

Imola - Der Internationale Automobilverband FIA und die Formel-1-Teamchefs haben am Donnerstag in Imola vereinbart, dass weiterhin keine zwei Regenreifen-Typen an einem Rennwochenende erlaubt sind. FIA-Präsident Max Mosley erklärte: "Für 2003 bleibt alles wie beschlossen", von minimalen Änderungen abgesehen. Das heißt, die Fahrer dürfen auch künftig nur eine schnelle Runde im Zeittraining absolvieren und die Autos dürfen nach dem Qualifying nicht umgebaut und betankt werden.

"Völlige Übereinstimmung"

In langen Sitzungen hatten die Teamchefs erst mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und danach mit Mosley über das Reglement beraten. "Es herrschte völlige Übereinstimmung, dass wir nach den beschlossenen Regeln weitermachen", teilte der FIA-Präsident später mit. Künftig kann allerdings das Ersatzauto im freien Training am Freitag und Samstag gefahren werden. Die im Qualifying und im Grand Prix eingesetzten Wagen müssen dagegen identisch bleiben. Bei einem notwendig gewordenen Motorentausch muss der Pilot von hinten starten. Wer seine Fahrzeug-Abstimmung - wie zuletzt in Brasilien nach dem strömenden Regen - verändert, muss aus der Boxengasse beginnen.

Differenzen bezüglich 2004-Reglement

Für 2004 gibt es laut Mosley noch einige Differenzen. So wollten die Teamchefs weiterhin Daten vom Auto zur Box übermitteln sowie elektronische Fahrhilfen wie Traktionskontrolle, vollautomatisches Getriebe oder Starthilfe benutzen. Diese sollen in der kommenden Saison verboten werden. "Dazu gibt es bald ein Treffen", sagte der Brite. "Ich hoffe, dass wir in allen Punkten Übereinstimmung erzielen."

Pokal-Übergabe an Fisichella

Giancarlo Fisichella erhält am Freitag auf der Start-Ziel-Geraden nachträglich den Pokal für seinen Sieg beim Großen Preis von Brasilien. Der Finne Räikkönen, der in Sao Paulo ursprünglich als Gewinner gewertet worden war, und McLaren-Teamchef Ron Dennis überreichen Fisichella und dessen Teamchef Eddie Jordan in einer kleinen Zeremonie die Trophäe. Die FIA hatte nach einer Untersuchung das Ergebnis korrigiert, weil bei dem nach schweren Unfällen abgebrochenen Rennen eine Runde zu wenig gewertet worden war. (APA/dpa)

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