Let the sunshine in!

17. April 2003, 19:32
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US-Senatoren fordern eine Gesetzesinitiative zur eher undurchsichtigen Auftragsvergabe im Irak - Profiteure sollen veröffentlicht werden

Washington/Wien - Fünf demokratische Senatoren haben einen Gesetzesantrag in die kleine Kammer des US-Kongresses eingebracht, mit dem die undurchsichtige Vergabe von Aufträgen für die Wiederaufbauarbeiten im Irak transparenter gemacht werden soll. Die unter anderem von Hillary Clinton unterstützte Initiative trägt den Titel "Sunshine in Iraq Reconstruction Contracting Act" (also etwa: "Gesetz zur Verbreitung von Sonnenschein bei den Wiederaufbauverträgen für den Irak").

Senator Ron Wyden aus Oregon kritisierte vergangene Woche bei einer Rede im Senat die "heimlichtuerische Praxis", mit der die Entwicklungshilfeorganisation des Außenministeriums (USAID) und andere staatliche Stellen ihre Aufträge vergeben würden. Vor allem stieß er sich an Verträgen, bei denen Firmen für Löscharbeiten an Bohrlöchern einen über ihre Kosten hinausgehenden Profit von bis zu acht Prozent einer unlimitierten Auftragssumme von der US-Regierung zugesichert bekommen.

Wyden: "Wenn die Bundesregierung das Geld der Leute aus meinem Wahlkreis auf diese Art ausgibt, ohne dass es einen Wettbewerb gibt, dann soll das die Regierung meinen Wählern auch erklären." Wenn es nach Wyden geht, sollen die Nutznießer aller solcher Verträge öffentlich gemacht werden müssen. (win/DER STANDARD Print-Ausgabe, 18.4.2003)

  • Da kommt die Sonne rein.
    montage: derstandard.at

    Da kommt die Sonne rein.

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