Hohe Spritkosten bleiben Preistreiber

16. April 2003, 17:04
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Heimische Inflationsrate legte im März auf 1,8 Prozent zu

Wien - Die Inflationsrate ist in Österreich im März auf 1,8 Prozent im Jahresabstand gestiegen. Im Februar und im Jänner hatte die Teuerungsrate nach nationaler Berechnung jeweils 1,7 Prozent betragen, im Dezember 1,8 Prozent. Der für die Währungsunion berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs blieb dagegen im März mit 1,8 Prozent im Jahresabstand unverändert. Im Jänner und Dezember hatte der HVPI je 1,7 Prozent ausgemacht.

Ausgaben für Verkehr stark verteuert

Stark verteuert haben sich im März die Ausgaben für Verkehr, die mit plus 2,9 Prozent ein Fünftel zur Inflationsrate beitrugen und weiterhin der Bereich mit den größten Auswirkungen auf die gegenwärtige Teuerung waren. Deutliche Preissteigerungen gab es nach Angaben der Statistik Austria vom Mittwoch bei Kraftstoffen und Schmiermitteln mit durchschnittlich 12 Prozent (Diesel +13 Prozent, Super- und Normalbenzin je +12 Prozent). Mitte März hatten die Treibstoffpreise den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht, sind mittlerweile jedoch schon wieder gesunken.

Massive Preissenkungen im Jahresabstand gab es bei verschiedenen technischen Geräten wie Digitalkameras (-25 Prozent), PCs (-22 Prozent), Mobiltelefonen (-19 Prozent) und DVD-Playern (-16 Prozent). Der VPI für April, der in einem Monat zur Veröffentlichung ansteht, wird durch die Ende März weggefallene Ambulanzgebühr um 0,12 Prozentpunkte gedämpft werden, erklärte die Statistik Austria heute außerdem.

Wohnungsmieten um sieben Prozent teurer

Mit einem Sechstel zur Jahres-Inflationsrate beigetragen hat im März der Bereich Wohnen, Wasser und Energie (im Schnitt +1,8 Prozent). So wurden etwa Wohnungsmieten um 7,0 Prozent teurer. Kostspieliger waren ferner "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" mit einem Siebentel Inflationsanteil. Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr (März 2002) gab es nach Angaben der Statistik Austria vom Mittwoch weiterhin bei der Nachrichtenübermittlung (-1,8 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Februar registrierte die Statistik Austria unter anderem Preissenkungen von -0,5 Prozent bei Restaurants und Hotels, die vor allem auf Beherbergungsdienstleistungen (-3,9 Prozent) zurückzuführen sind (Hotel, alle Kategorien: -2 Prozent; Übernachtung im Ausland/Appartement: -9 Prozent, Hotel mit Frühstück 4* und 5*: -4 Prozent). Preisrückgänge gab es auch bei Hausrat und Haushaltsführung (-0,2 Prozent).

Plus bei Bekleidung und Schuhen

Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat Februar gab es im März bei Bekleidung und Schuhen (+2,6 Prozent), wobei Bekleidungsartikel im Schnitt um 3 Prozent teurer wurden (Damenbekleidung +5 Prozent, Herrenbekleidung +1 Prozent), Schuhe um 2 Prozent (Damenschuhe +2 Prozent, Kinderschuhe +3 Prozent). Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Schnitt um 0,8 Prozent. In der Nachrichtenübermittlung stiegen die Preise um 0,4 Prozent (Telefonapparate: +5,9 Prozent; Mobiltelefongerät +8 Prozent) und bei Wohnen, Wasser und Energie um 0,2 Prozent (Flüssige Brennstoffe: +5 Prozent; Heizöl extra leicht, Großabnahme +7 Prozent).

Der Indexstand des VPI für den Monat März betrug 105,8 (2000=100), jener des HVPI 110,1 (1996=100). Im Monatsabstand legte der VPI um 0,3 Prozent zu, der HVPI um 0,2 Prozent. Der Index ohne Saisonwaren kletterte im Jahresabstand um 2,0 Prozent und im Monatsabstand um 0,3 Prozent. Der Index der Saisonwaren lag im März um 2,5 Prozent unter dem Vorjahr, aber um 2,8 Prozent über dem Vormonat. Der Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr legte im Jahresabstand recht stark um 4,6 Prozent zu, im Monatsabstand um 0,3 Prozent. (APA)

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