Annan besorgt über US-Vorwürfe gegen Syrien

15. April 2003, 07:28
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UNO-Generalsekretär befürchtet weitere Destabilisierung des Nahen Ostens

New York - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat sich am Montag besorgt über die jüngsten Äußerungen der USA in Bezug auf Syrien geäußert. Er erklärte in einer am Montag in New York veröffentlichten Stellungnahme, die Äußerungen könnten den bereits vom Irak-Krieg erschütterten Nahen Osten weiter destabilisieren. Die USA werfen Syrien vor, es habe Mitglieder des gestürzten irakischen Regimes aufgenommen, besitze Massenvernichtungswaffen und unterstütze den Terrorismus.

Annan erwähnte in seiner Stellungnahme die Vereinigten Staaten nicht direkt. Er erklärte, jede mögliche Bedrohung des internationalen Friedens müsse dem UNO-Sicherheitsrat vorgetragen werden. US-Außenminister Colin Powell hatte am Montag die Möglichkeit wirtschaftlicher und politischer Sanktionen gegen Syrien angedeutet. Die Sicherheitsberaterin von US-Präsident George W. Bush, Condoleezza Rice deutete an, die Regierung plane keinen militärischen Angriff. (APA/AP)

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