Autoindustrie weltweit im Aufwind

7. Juni 2010, 14:22
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Eine Studie bescheinigt dem Pkw-Markt, ausgenommen Europa, in ein bis zwei Jahren hohe Absatzzahlen

Duisburg - Autobauer und Zulieferer dürfen sich einer Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen zufolge auf rosige Zeiten freuen. Der weltweite Pkw-Absatz liege in diesem Jahr mit 57,1 Millionen Fahrzeugen um 7,9 Prozent über den Verkaufszahlen aus 2009; das sei das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Automobilindustrie, erklärte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer am Montag.

Nur 2007 seien mit 58,8 Millionen mehr Fahrzeuge verkauft worden. 2011 dürfte mit 60,3 Millionen verkauften Autos ein neuer Rekord erreicht werden, erklärte der Autoexperte.

Das einzige Marktrisiko stellten derzeit einzelne klamme Euro-Staaten dar. Werde der angekündigte Sparkurs jedoch fortgesetzt, seien die Gefahren für den Wachstumskurs der Branche zu verdauen, hieß es.

Erstmals behaupteten sich die USA nach den ersten fünf Monaten eines Jahres nicht mehr auf Platz eins des internationalen Pkw-Marktes, sagte Dudenhöffer weiter. In China seien von Jänner bis Mai rund 4,5 Millionen Wagen verkauft worden, das sei eine Steigerung um 56 Prozent binnen Jahresfrist. Der US-Markt weise nach fünf Monaten mit 3,95 Millionen verkauften Autos einen Zuwachs von nur 17 Prozent aus.

USA bleiben vorne

Trotz der aktuellen Marktführerschaft Chinas rechnet Dudenhöffer für das Gesamtjahr jedoch damit, dass die USA an vorderster Stelle bleiben werden: Unter dem Strich würden dort 12,06 Millionen Wagen verkauft, während China mit einem Absatz von 10,5 Millionen Autos auf Platz zwei rangiere. Neben China und den USA verbuchten die Märkte in Japan (plus 25 Prozent), Indien (plus 31 Prozent), Südkorea (plus 39 Prozent) und Argentinien (41 Prozent) die deutlichsten Absatzsteigerungen.

Deutschland ist den Angaben zufolge in diesem Jahr der größte Verlierer im weltweiten Autohandel; die im vergangenen Jahr ausgelaufene Abwrackprämie schicke den Markt nun in ein deutliches Verkaufsloch, hieß es. Die Autoverkäufe in Deutschland dürften der Studie zufolge um knapp 1 Million Fahrzeuge auf gut 2,8 Millionen sinken und damit um 25,7 Prozent unter dem Rekord von 2009 mit 3,8 Millionen verkauften Autos bleiben. (APA/apn)

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