Aufschwung in der Industrie weiter gefestigt

28. Mai 2010, 14:35
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Einkaufsmanagerindex im Mai vom Rekordniveau des Vormonats zwar leicht zurückgefallen, dennoch hohes Wachstumstempo

Wien - Der Aufschwung in der österreichischen Industrie hat sich im Mai weiter gefestigt. Alle Teilkomponenten der jüngsten Umfrage der Bank Austria unter heimischen Einkaufsmanagern zeigten günstige Werte, geht aus einer Aussendung der Bank von heute, Freitag, hervor. Die Industrie expandiere weiter, die günstige Auftragslage sorge für weiterhin hohes Wachstumstempo. Auch Arbeitskräfte würden wieder eingestellt. Belastend wirkten sich stark steigende Einkaufspreise aus.

Der aktuelle Einkaufsmanagerindex (EMI) der Bank Austria für den Monat Mai liegt bei 58,2 Punkten und damit leicht unter dem Rekordwert vom April (60,3 Punkte). Der Indikator befindet sich damit bereits den sechsten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und liegt auf dem zweithöchsten Niveau seit dreieinhalb Jahren. Die Produktionsleistung erhöhte sich bereits den elften Monat in Folge, vor allem aufgrund der Neuaufträge.

"Die Nachfrage nach österreichischen Industrieerzeugnissen nimmt nun bereits seit Juli des Vorjahres zu. Insbesondere die Bestellungen aus dem Ausland entwickeln sich dank der deutlich an Schwung zulegenden Konjunkturerholung außerhalb der EU sehr günstig. Angesicht der gestiegenen Auftragspolster haben die heimischen Industrieunternehmen daher im Mai wieder Beschäftigung aufgebaut", sagte dazu Bank Austria-Ökonom Walter Pudschedl.

Neue Jobs entstehen

Den zweiten Monat in Folge werden im Sektor nun bereits neue Jobs geschaffen. Im vergangenen Jahr gingen allerdings insgesamt fast 37.000 Arbeitsplätze verloren. Der Beschäftigungsaufbau wird sich nach Ansicht der Ökonomen der Bank Austria in den kommenden Monaten, wenn überhaupt, nur sehr verhalten fortsetzen, viele in der Krise abgebaute Stellen sind für immer verloren.

Belastet wurden die günstigen Rahmenbedingungen für die heimische Industrie im Mai durch den starken Anstieg der Einkaufspreise. Zum einen sei dies eine Folge von Lagerengpässen auf Lieferantenseite und zum anderen habe sich der schwächere Euro in einer generellen Verteuerung von Rohstoffimporten bemerkbar gemacht, so Pudschedl.

Aufgrund der erstarkten Nachfrage konnten die heimischen Betriebe den Kostenanstieg immerhin teilweise an die Kunden weiterreichen. Die Verkaufspreise wurden im Mai so stark erhöht wie zuletzt vor mehr als zwei Jahren.

Stahlindustrie und Metallwarenerzeuger

Überdurchschnittlich stark aufwärts werde es in der Stahlindustrie, der Metallwarenerzeugung und dem Maschinenbau gehen, erwartet die Bank Austria. Für 2010 seien hier Wachstumsraten zwischen 7 und 9 Prozent real zu erwarten. Der Aufwind in Konsumgüterbranchen, wie z.B. der Nahrungsmittelindustrie werde deutlich moderater ausfallen und die Aussichten für baunahe Industriebranchen blieben mittelfristig angesichts der Restriktionen der öffentlichen Budgets stark begrenzt.

2010 werde sich die heimische Industrie mit einem durchschnittlichen Produktionsplus von 4 Prozent real wieder als die Wachstumslokomotive der Gesamtwirtschaft profilieren können. Die massiven Einbußen während der globalen Konjunkturschwäche werden viele Branchen aber frühestens im Jahr 2012 wieder aufgeholt haben, erwartet der Chefvolkswirt der Bank Austria, Stefan Bruckbauer.(APA)

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    Ganz "standfest" ist der Aufschwung noch nicht. Aber besonders die Bestellungen aus dem Ausland entwickeln sich dank der deutlich an Schwung zulegenden Konjunkturerholung außerhalb der EU sehr günstig.

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