Sender legen sich Selbstbeschränkung auf

28. Mai 2010, 13:38
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Schummeln und falsche Vorbilder verpönt

Sie schmecken Buben und Mädchen gut, enthalten aber so viel Zucker, Fett, Transfette oder Salz, dass sich auf der Stirn von Ernährungswissenschaftern Sorgenfalten bilden: In Sachen Werbung für derartige Produkte im Kinderprogramm legen sich die österreichischen Fernsehsender eine freiwillige Selbstbeschränkung auf. Darauf haben sich der Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, der ORF und der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) geeinigt.

Ein Verhaltenskodex enthält eine Reihe von Anforderungen, die Werbung für solche Nahrungsmittel erfüllen muss. So darf weder der Konsum von frischem Obst und Gemüse noch der Verzicht auf beworbene Produkte abwertend dargestellt werden. Zwischen dem Genuss dieser Lebensmittel und einer Verbesserung der schulischen Leistung darf keine Verbindung hergestellt werden, ebenso ist verpönt, eine therapeutische oder Krankheiten vorbeugende Wirkung zu suggerieren. Und kleine Couchpotatoes sollen nicht den Eindruck gewinnen, dass inaktiver Lebensstil besser ist als körperliche Bewegung

Die Informationen über "Geschmack, Portionsgröße und den möglichen Beitrag dieser Lebensmittel zu einer ausgewogenen Ernährung müssen wahrheitsgemäß, vollständig und nachvollziehbar sein", heißt es im Kodex. Direkte Kaufappelle sind unerwünscht, ebenso Aufforderungen an Kinder, ihre Eltern zum Kauf der Produkte zu bewegen. Und falsche Vorbilder sollen in der Werbung auch nicht mehr auftauchen: Eltern, Lehrer und Kinderidole, die dem Nachwuchs suggerieren, dass der Konsum der - zu - süßen/salzigen/fetthaltigen Produkte den sozialen Status hebt oder populär macht. (APA)

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