Financial Times will Druckerpressen abschalten

27. Mai 2010, 08:55
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Manager einer Tochterfirma will von Print-Ausstieg in nächsten fünf Jahren wissen - Mittlerweile wurden die Aussagen als "unrichtig abgetan

Die renommierte britische Zeitung Financial Times (FT) bereitet sich ernsthaft auf das Ende der Print-Ära vor. Wie paidContent.org berichtet, rechnet die FT damit, schon in fünf Jahren die Druckerpressen abzuschalten und sich nur noch auf das digitale Geschäft zu konzentrieren. Nun ruderte das Unternehmen aber wieder zurück und tat die Stellungnahme als "unrichtig" ab. Vielmehr müsse man den Markt über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten und daraus seine Konsequenzen ziehen. Da die Print-Ausgabe der FT aber derzeit wachsende Zahlen verzeichne, sei ein Ausstieg vorerst nicht absehbar.

Investitionen

Madi Solomon, Director Global Content Standards bei der FT-Mutterfirma Pearson, meinte gestern gegenüber paidcontent.org, dass sich die Zeitung derzeit auf das Aus der Druckversion vorbereite. Die FT investiert massiv in ihre Onlinepräsenz und wenn auch nicht klar ist, ob die gedruckte Zeitung je wirklich vom Markt genommen würde, so sei zumindest mit einem massiven Zurückfahren dieser Sparte zu rechnen.

Experimentierfeld Großbritannien

Der britische Zeitungsmarkt wird inzwischen auch als eine Art Experimentierfeld für künftige Überlebensstrategien angesehen. Viele Titel setzen inzwischen auf Paid Content - noch ist allerdings unklar, wohin die Reise wirklich gehen wird und welche Modelle sich letztlich durchsetzen.

Trennung

Was von den Druckversionen der Zeitungen übrig bleiben und wann das haptische Vergnügen tatsächlich sein Ende finden wird, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen in der Branche. Allerdings ist ein mögliches Aus der Print-Ära für viele inzwischen wahrscheinlicher geworden. Einzelne Titel wie beispielsweise The Seattle Post Intelligencer haben sich bereits vom Printgeschäft getrennt.

Technologiewandel

Aktuell stützen sich viele Hoffnungen auf neue Technologien und Geräte wie das iPad. Die Zeitungsmacher wollen versuchen, darüber neue Geschäftsmodelle aufzubauen. "Wenn günstige, flexible Bildschirm-Technologie sich erst einmal durchsetzt, dann denke ich, sind die Tage von Print gezählt", meint etwa Jon Bentley, Online-Chef bei Incisive Media. (pte/red)

  • In fünf Jahren wird es die Financial Times einem Bericht zufolge nur noch im Internet geben.
    foto: financial times

    In fünf Jahren wird es die Financial Times einem Bericht zufolge nur noch im Internet geben.

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