Zwei "Architekturtage Wien-Bratislava"

26. Mai 2010, 14:36
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Dichtes Programm an Themen-Touren und Atelierbesuchen am Freitag und Samstag

Wien - Am Freitag und Samstag (28./29. Mai) finden bereits zum fünften Mal in ganz Österreich Architekturtage statt. In Wien halten am Freitag rund 70 Architektinnen und Architekten ihre Ateliers offen, dazu gibt es in dem dichten, von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur organisierten Programm u.a. Grätzeltouren, eigene Kinderprogramme im Architekturzentrum und Wien Museum oder Architektur-Filme im Top Kino. Am Donnerstagabend steigt bei "Werkzeug H" in der Schönbrunnerstrasse 61 in Wien-Margareten das Auftaktfest der Architekturtage.

Twin-City-Liner-Station und Zentralbahnhof

Programmatisch vermittelt die Bundeshauptstadt auch heuer Kontakte mit der "Twincity" Bratislava. Als Verbindungsglied zwischen Baustellenführungen, Thementouren und Offenen Ateliers in den beiden Städten fungieren am Samstag Führungen in der neuen, von fasch&fuchs errichteten Wiener Twin-City-Liner-Station am Schwedenplatz, die in ein paar Wochen dann offiziell eröffnet wird. .

In Wien und Bratislava lautet heuer wie in den übrigen Bundesländern das Motto "Ansichtsexemplar - Architektur 1:1 erleben": Bauwerke sollen als Ansichtsexemplare im Originalmaßstab begeh- und erlebbar sein. Bei der Thementour "Schön Nützlich - Städtebauliche Impressionen am Donaukanal" (Samstag, 11 und 14 Uhr) wird auch Jean Nouvels Hotelturm auf dem der Schiffsstation gegenüber liegenden Donaukanalufer für eine Besichtigung geöffnet. Andere Führungen geben Einblicke in besonders gelungene Privathäuser, Dachbodenausbauten und Schulbauten oder bieten Streifzüge durch originelle Hinterhof-Architektur und Bar-Design.

"Raue Sachen im Doppelpack" verspricht eine Baustellen-Führung (Freitag, 13 und 15 Uhr), für die gutes Schuhwerk Voraussetzung ist: Von der neuen Zentralfeuerwache Am Hof von Treusch Architecture geht es zum 60 Meter hohen Aussuchtsturm von Rahm Architekten in der Zentralbahnhof-Großbaustelle und weiter zu dem von Adolf Krischanitz geplanten 20er Haus-Umbau.

Militärbunker und Fernsehturm

In Bratislava geht man u.a. unter der Burg in historischen Tunnels in die Tiefe (Freitag, 16 Uhr), darf einen Militärbunker inspizieren (Samstag, 16 Uhr) oder die komplizierten Tiefbau-Konstruktionen studieren, die Architekt Rajmund Hirth in den 60er Jahren bei der in einem früheren Flussbett der Donau gelegenen Erweiterung des Nationaltheaters zur Anwendung brachte (Samstag, 10 Uhr). Höhenerlebnisse versprechen dagegen u.a. der 200 Meter hohe Fernsehturm Kamzik (Sa., 10 Uhr) oder der 2008 fertiggestellte "Tower 115" (Freitag, 15 Uhr). (APA)

 

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