Einheitliche CO2-Bremse im Wohnbau

26. Mai 2010, 12:08
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Siegreicher Vorschlag für Neuregelung von Bauordnung und Förderung

Es braucht "eine Forderung und eine Förderung", um den Klimaschutz im Wohnbau wirkungsvoll durchzusetzen, sagt der oberösterreichische Baustoffunternehmer Martin Leitl im Standard-Gespräch. Der von ihm vertretene Tisch hat daher als Forderung an die Politik "einheitliche Bauordnung und Förderung mit strikter CO2-Bremse" formuliert - und wurde damit per Abstimmung zum Sieger gekürt.

Leitl und seinem Tisch ging es einerseits darum, die zersplitterten Länderregelungen bei Bauordnung und Wohnbauförderung zu vereinheitlichen. "Das führt derzeit nur zur Verwirrung. Wäre es einheitlich, dann wüsste jeder, wonach er sich orientieren muss."

Andererseits sollte der CO2-relevante Gesamtenergieverbrauch und nicht nur der Heizwärmebedarf als Grundlage für die Wohnbauförderung dienen. "Damit eröffnet man eine Technologie-Offenheit,", sagt Leitl. "Die Bewohner können dann selbst entscheiden, ob sie mehr mit erneuerbarer Energie machen wollen oder mit Wärmedämmung, und wie sie damit leben wollen." Dieser Primärenergiebedarf müsste auch beim neuen Energieausweis für Wohnhäuser statt des Heizwertes an erster Stelle stehen. (ef, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.5.2010)

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