Heftige Unwetter angekündigt

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    Experte: Bei solchen Wetterlagen können sich Tornados bilden - Wer Richtung Sonne will, muss bis nach Spanien oder Portugal reisen

    Das Wetter bleibt launisch und verregnet, bestätigen die Experten des Wetterdienstes UBIMET. Eine durchgreifende Besserung der Wetterlage ist derzeit kaum in Sicht. Im Gegenteil:  Auch weiterhin kündigen sich heftige Unwetter an. Wer am Wochenende plant an die Adria zu fahren, kann sich diesen Weg sparen. Auch für Italien, Kroatien und Slowenien sind Gewitter und unbeständiges Wetter angekündigt. Wer es ohne Sonne gar nicht mehr aushält: Mit Südspanien und Portugal kann man zur Zeit nichts falsch machen, erklären die Wetterspezialisten. Dort halten sich derzeit beständige 30 Grad und es gibt Dauersonnenschein.

    Samstag:  Gewitter - zeitweise Sonne

    Am Samstag bilden sich dann besonders im Alpenbereich Schauer und im Süden und Osten bilden sich wieder Gewitter. Zumindest zeitweise scheint aber im ganzen Land die Sonne. Bei Höchstwerten von 18 bis 24 Grad geht es mäßig warm und teils schwül durch den Tag.

    Sonntag: Gewittergefahr steigt stark an

    Am Sonntag steigt die Gefahr teils heftiger Gewitter dann markant an. Betroffen davon ist die gesamte Osthälfte. Im Westen kühlt es ab und es wird regnerisch. Die Sonne zeigt sich noch östlich von Salzburg. Große Unterschieder gibt es auch bei den Temperaturen, westlich des Arlbergs sind nur noch bis zu 17, nach Osten hin schwüle 25 Grad möglich.

    Grund für das Wetter: Tief über Skandinavien

    Der Grund für das unbeständige Wetter liegt in einer kräftigen Westströmung, die sich am Südrand eines umfangreichen Tiefs über Skandinavien eingestellt hat. Nördlich von Österreich lagert sich dabei kühlere Luft ab, während die südlichen Landesteile subtropische Warmluft mit Höchstwerten von bis zu 30 Grad abbekommen. Die Temperaturgegensätze zwischen dem Süden und dem Norden, sowie die kräftige Windströmung lässt Gewitter besonders langlebig sein. Begleitet werden diese Gewitter von: Hagel, Starkregen und Sturmböen.

    Tornados möglich

    „Bei solchen Wetterlagen können sich natürlich Tornados bilden", erklärt Meteorologe Martin A. Puchegger von der österreichischen Unwetterzentrale. Wie in Niederösterreich und Wien am Mittwoch Nachmittag, gab es  „in den letzten Tagen auch quer über Mitteleuropa einige Verdachtsfälle, ja sogar bestätigte Fälle, wie etwa in Sachsen in Deutschland". Pro Jahr gibt es in Österreich etwa 3 bis 5 Tornado-Verdachtsfälle, erklärt der Wetterexperte.

    Tornadoverdächtige Sturmschäden

    Auch jene Sturmschäden vom 25. Mai 2010 in Neusiedl am See sind durchaus verdächtig. Augenzeugen berichten dort von linienförmigen Schadensereignissen mit geknickten Bäumen, abgedeckten Hausdächern oder sogar beschädigten Dachstühlen. An der örtlichen Wetterstation wurden innerhalb von wenigen Minuten Sturmböen von bis zu 72 km/h gemessen, auch im Süden Wiens fegten Böen der selben Stärke über die Häuser. In Großenzersdorf wurden laut Wetterdienst UBIMET sogar 76 km/h registriert. „Zwischen den Messstationen waren die Windböen jedoch sicher noch stärker", betont Mag. Puchegger von der österr. Unwetterzentrale.(red)

    • Wer Richtung Sonne reisen will, kann mit Südspanien und Portugal zur Zeit nichts falsch machen, erklären die Wetterspezialisten. Dort halten sich derzeit beständige 30 Grad und es gibt Dauersonnenschein
      foto: ap/eliseo trigo

      Wer Richtung Sonne reisen will, kann mit Südspanien und Portugal zur Zeit nichts falsch machen, erklären die Wetterspezialisten. Dort halten sich derzeit beständige 30 Grad und es gibt Dauersonnenschein

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