AC/DC-Konzert mit 100.000 Fans sorgt für Rekord-Polizeieinsatz

18. Mai 2010, 13:18
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Bürgermeister Koits trotz "Zoffs" positiv gestimmt - Bühnenaufbau seit vergangener Nacht

Das AC/DC-Konzert kommenden Samstag in Wels, zu dem an die 100.000 Fans erwartet werden, sorgt für den bisher größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt. Den im Vorfeld teils heftigen Diskussionen um den Event gewann Bürgermeister Peter Koits (S) in einer Pressekonferenz am Dienstag etwas Positives ab: Nach den Erfahrungen verfüge man über gute Voraussetzungen für weitere derartige Veranstaltungen. "Auch wenn es da und dort Zoff gegeben hat", so das Stadtoberhaupt.

Seit vergangener Nacht wird auf dem Welser Flugplatz, wo das Konzert stattfindet, die Bühne aufgebaut, berichtete Georg Hartmann von der veranstaltenden Wiener LS Konzertagentur. In der Nacht auf Samstag erfolgt der letzte Feinschliff, wenn die Licht- und Tonanlagen installiert werden. Um 15.00 Uhr öffnen dann die Tore zum Gelände, auf dem zwei Stunden später die Acts Kaiser Franz Josef, Boon und Volbeat rocken werden. Nach dem Konzert von AC/DC ist das Veranstaltungsende für 23.00 Uhr vorgesehen.

"Bestens gerüstet"

Alle Verantwortlichen sehen sich für den Mega-Event "bestens gerüstet". Für die Sicherheit am Gelände sorgen 1.000 Personen, auf den Parkplätzen weitere 250. Die Polizei ist in Summe mit 400 Beamten im Einsatz, die Feuerwehr mit insgesamt 115 Mann, das Rote Kreuz mit etwa 250 Sanitätern und Notärzten sowie 30 Rettungsfahrzeugen. Die 35.000 Parkplätze werden über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Die Veranstalter rieten in der Pressekonferenz einmal mehr dazu, möglichst bald und öffentlich anzureisen. Polizeikommandant Klaus Hübner hofft, dass die Besucher nach dem Konzert innerhalb von zwei bis drei Stunden abgeströmt sind.

"Wie Lottosechser"

Stadtmarketingchef Peter Jungreithmair sieht im AC/DC-Gig jedenfalls einen touristischen "Lottosechser". Wie er berichtete, hätten sich alle Hoteliers streng an ihre Preislisten gehalten. Die Quartiere in und um Wels sind nahezu ausgebucht. Nach der Veranstaltung wird in Wels übrigens keine Sperrstunde kontrolliert, die Lokale dürfen bis 6.00 Uhr offenhalten.

Um das Konzert hat es in den vergangenen Monaten Auseinandersetzungen gegeben: Naturschützer fürchten um auf dem Veranstaltungsgelände brütende seltene Vogelarten, es kam zu einem teils heftigen politischen Schlagabtausch. Der Umweltanwalt des Landes Oberösterreich, Martin Donat, hat für kommenden Freitag zu einer Pressekonferenz unter dem Motto "Fun statt Recht - Populismus statt Gerechtigkeit" geladen. Koits wiederum verwies am Dienstag auf den rechtskräftigen naturschutzrechtlichen Bescheid des Landes. Man habe "mit größter Sorgfalt und Akribie" gearbeitet, betonte der Bürgermeister. (APA)

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    AC/DC spielen am Samstag in Wels auf.

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