Mörderische Hitze

17. Mai 2010, 19:38
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In Südeuropa kommen Temperaturen über 40 Grad - Hitzewellen sollen bis Ende des 21. Jahrhunderts erheblich zunehmen

Zürich - Die aktuelle Wetterlage liefert eher keine Anhaltspunkte dafür, was die beiden Klimaforscher Erich Fischer und Christoph Schär mittels Modellrechnungen prophezeien: dass Hitzewellen in vielen Gebieten Südeuropas zum Gesundheitsrisiko werden.

Bis Ende des 21. Jahrhunderts sollen Hitzewellen vor allem auf der iberischen Halbinsel und im Mittelmeerraum erheblich zunehmen, behaupten die beiden Forscher im Fachmagazin Nature Geoscience. Besonders gefährdet sind Metropolen wie Athen, Bukarest, Marseille, Rom oder Neapel. Während es zwischen 1961 und 1990 in Südeuropa nur alle drei bis fünf Jahre eine Hitzewelle gab, dürfte es zwischen 2021 und 2050 im Schnitt eine Hitzewelle pro Jahr werden, zwischen 2071 und 2100 gar zwei bis fünf.

Gesundheitsrisiken bergen die Hitzewellen insbesondere für alte und gesundheitlich angeschlagene Bewohner der Mittelmeerküste oder Flusstälern wie der Poebene oder des Unterlaufs der Donau.

Im Hitzesommer 2003 sorgte die Hitzewelle Anfang August europaweit für 40.000 zusätzliche Todesfälle. (APA, tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. Mai 2010)

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