Österreicherinnen im Stalinismus

17. Mai 2010, 14:12
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Anita Lackenberger dreht derzeit in Niederösterreich - Land fördert europäisches Filmprojekt mit 25.000 Euro

St. Pölten - Derzeit entsteht eine neue Dokumentation über ein bis dahin wenig beleuchtetes Kapitel der Österreichischen Nachkriegsgeschichte - über Österreicherinnen als Opfer des Sowjetsystems. Das Land Niederösterreich unterstützt das europäische Filmprojekt, das den Titel "Österreicherinnen im Stalinismus" trägt, mit 25.000 Euro.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Dokumentation entsteht im Rahmen einees von der EU geförderten Projektes und beleuchtet das Schicksal von Österreicherinnen im Nachkriegsösterreich, die als Opfer des totalitären Sowjetsystems in stalinistische Gulags verschleppt wurden. Wesentliche Teile dieser Dokumentation stehen inhaltlich mit Niederösterreich in Verbindung: Die im Film vorkommenden Zeitzeuginnen leben in Niederösterreich bzw. wurden in Niederösterreich geboren, und der Großteil der Dreharbeiten in Österreich findet in St. Pölten, Mödling, Wiener Neustadt, Neunkirchen bzw. Baden statt.

Wenig über Schicksale bekannt

ÖVP-Kultursprecherin Erika Adensamer zu dem Filmprojekt: "Der Film fragt, wie es den Frauen ging, die zurückgekommen sind und warum so wenig über ihr Schicksal bekannt ist. Warum haben die Frauen nicht über ihr Schicksal gesprochen? Warum wurden Frauen, die aus russischer Zwangsarbeit zurückgekehrt sind, stigmatisiert?" Der Dokumentarfilm unter der Regie von Anita Lackenberger soll bis Oktober 2010 fertiggestellt werden und anschließend in Kinos, bei Veranstaltungen in Österreich,Tschechien und der Slowakei, in Schulen und aber auch im ORF bzw. 3sat zu sehen sein. (red)

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