Linz bekommt eigenen "Frauenbericht"

11. Mai 2010, 11:52
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Studie soll als Basis für die weitere Geschlechterpolitik in der Landeshauptstadt dienen

Linz - Erstmals bekommt die oberösterreichische Hauptstadt Linz einen eigenen Frauenbericht. Das Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität wurde von der Linzer Frauenstadträtin Eva Schobesberger dazu betraut, eine entsprechende Unterlage zu erstellen. Die Studie soll in den kommenden Jahren die wissenschaftliche Grundlage für das politische Handeln der Stadtpolitik liefern.

Der Linzer Frauenbericht wird einerseits Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sichtbar machen und andererseits als "Grundlage für frauenpolitische Aktivierung" dienen, wie es in der Aussendung der Linzer Stadtverwaltung heißt. "Die kontinuierliche und regelmäßige Fortschreibung von Frauenberichten ermöglicht die strukturierte Beobachtung von Entwicklungen und somit die Evaluierung von politischen Maßnahmen mit dem Ziel, weiterhin steuernd die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit zu befördern." 

Der Frauenbericht liefert einen vertiefenden Überblick über die diversen Lebensbedingungen und Lebensformen der Linzerinnen (und Linzer) anhand statistischer Daten und Analysen, wobei verschiedene Ungleichheitsfaktoren wie Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit sowie Bildungsstand, beruflicher Status und Einkommen in die Analyse mit einbezogen werden.

Untersucht werden allgemeine Entwickungen hinsichtlich der Demographie, den Lebensformen und der Geschlechterbeziehungen, die berufliche und soziale Lage der LinzerInnen wie auch das Freizeitverhalten sowie die soziokulturelle und politische Partizipation. (red)

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