SPÖ startet offiziellen Wahlkampf in Oberwart

9. Mai 2010, 00:00
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Niessl warnte vor Schwarz-Blau: "Burgenland darf nicht Kärnten werden"

Oberwart - Zu den Klängen des wohl bekanntesten österreichischen Popsongs aus burgenländischer Feder, "Live is Life", sind Landeshauptmann Hans Niessl und Bundeskanzler Werner Faymann mit zahlreichen prominenten SPÖ-Politikern in die Informhalle Oberwart eingezogen, um die Genossen auf den bevorstehenden Intensivwahlkampf einzuschwören. Rund 1.000 Personen waren dem Aufruf gefolgt und zum offiziellen Wahlkampfauftakt der SPÖ für die Landtagswahl im Burgenland gekommen.

Neben Niessl und Faymann waren unter anderem auch Verteidigungsminister Norbert Darabos sowie die beiden Bundesgeschäftsführer der SPÖ, Laura Rudas und Günther Kräuter, anwesend. In seiner rund einstündigen Rede versuchte Niessl, seine Wahlkämpfer zu mobilisieren und warnte davor, dass die Wahl noch nicht gewonnen sei. Der Landeshauptmann warnte vor Schwarz-Blau mit dem Verweis: "Burgenland darf nicht Kärnten werden" und man dürfe das Burgenland nicht "Steindl und Tschürtz übergeben".

Vor allem der burgenländische ÖVP-Chef und Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl wurde von Niessl heftig kritisiert und als als "ahnungs- und bedeutungslos" in der ÖVP bezeichnet. Die ÖVP habe laut Niessl außerdem gegen das Budget gestimmt und so in schwierigen Zeiten das Burgenland im Stich gelassen. Immer wieder betonte der Landeshauptmann auch den guten Weg des Burgenlandes in den vergangenen Jahren und dass er diesen Weg auch in Zukunft fortsetzen wolle.

Faymann ging in seiner Rede vor allem auf die momentanen Vorkommnisse an den internationalen Finanzmärkten ein und betonte, dass das "Gebäude aus Maßlosigkeit und Gier" zusammengebrochen sei. Man müsse sich den Spekulanten entgegenstellen, da diese die Krise verursacht hätten und die "Arbeitnehmer, die schwer gearbeitet haben, die Suppe nicht alleine auslöffeln" dürften. Faymann betonte auch, dass das Bundesheer den Grenzraum im Burgenland so lange schützen werde, bis die Polizei dazu in der Lage sei.

In die gleiche Kerbe schlug auch Darabos, der dafür garantierte, dass der Assistenzeinsatz im Burgenland so lange bestehen bleibe, solange es gewünscht werde. Auch das ursprünglich in Eberau geplante Asyl-Erstaufnahmezentrum wurde von den Rednern mehrmals thematisiert. Mit der burgenländischen Landeshymne und Standing Ovations für den Landeshauptmann wurde der Wahlkampfauftakt schließlich beendet. Die Landtagswahl findet am 30. Mai statt. (APA)

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