Polizei prüft vereinzelt Vorwürfe des Wahlbetrugs

6. Mai 2010, 07:39
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Briefwahl und Registrierung der Wähler im Visier der Ermittler

London - Bereits vor dem eigentlichen Beginn der Parlamentswahlen in Großbritannien am Donnerstag hat die britische Polizei vereinzelt Vorwürfe des Wahlbetrugs geprüft. Untersucht würden Beschwerden in der Hauptstadt London sowie rings um Manchester im Nordwesten Englands und in Yorkshire im Norden des Landes, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend. Dabei gehe es sowohl um Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Briefwahl als auch um mutmaßlich falsche Registrierungen von Wähleradressen. Allein aus London lägen 23 Beschwerden aus insgesamt zwölf Bezirken vor.

Alle Beschwerden würden sorgfältig geprüft, wenn nötig würden die Justizbehörden eingeschaltet, sagte der Sprecher. Nach Angaben der britischen Wahlkommission sollen bei dem Urnengang am Donnerstag zusätzliche Sicherheitssysteme eingesetzt werden, die 2006 entwickelt wurden.

In Großbritannien wird am Donnerstag ein neues Parlament und damit auch ein neuer Premierminister gewählt. Amtsinhaber Gordon Brown von der Labour-Partei tritt bei dem Urnengang gegen seinen konservativen Herausforderer David Cameron und den Liberaldemokraten Nick Clegg an.

Umfragen zufolge zeichnet sich der knappste Ausgang einer britischen Parlamentswahl seit Jahrzehnten ab. In einer Umfrage für die Zeitung "Daily Express" kamen die konservativen Tories auf 35 Prozent der Stimmen, die Labour-Partei auf 27 und die Liberaldemokraten auf 26 Prozent. Einer Umfrage für den Sender ITV News und den "Independent" zufolge waren am Mittwoch jedoch noch knapp 40 Prozent der Wähler unentschlossen. (APA/AFP)

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