RealNetworks greift nach Social-Gaming-Markt

5. Mai 2010, 13:43
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"GameHouse Fusion" lockt Entwickler und User mit Cross-Plattformkonzept

Das US-Unternehmen RealNetworks will in den heiß umkämpften Markt für Social Games einsteigen. Der Softwarehersteller, der in der jüngeren Vergangenheit vor allem mit seinem Rechtsstreit gegen die Filmindustrie Hollywoods für Aufsehen sorgte, hat auf der derzeit in San Francisco stattfindenden Web-2.0-Expo eine neue Gaming-Plattform namens "GameHouse Fusion" vorgestellt, die sowohl für User als auch für Entwickler erhebliche Vorteile bringen soll.

"GameHouse Fusion wird die Art und Weise, wie Spiele gespielt und verbreitet werden, grundlegend verändern", ist man bei RealNetworks überzeugt. Möglich werden soll die Social-Gaming-Revolution durch ein neuartiges Cross-Plattformkonzept, das es Entwicklern ermöglicht, jede denkbare Form von Spiel mit relativ geringem Aufwand mit sozialen Funktionen auszustatten.

Für hunderte Millionen Spieler

Aus Entwicklersicht soll aber nicht nur die Produktion von Social Games erleichtert werden, sondern vor allem deren Distribution. "GameHouse Fusion ist für hunderte Millionen von Spielern gedacht. Mithilfe des Services brauchen Entwickler ihre Spiele nur einmal zu veröffentlichen, um sie dann anschließend auf den verschiedensten Plattformen wie etwa PC-Gaming-Portale, soziale Netzwerk-Seiten und Mobiltelefone vertreiben zu können", betont der Softwarehersteller.

Als Beispiele für Seiten und Plattformen, die von GameHouse Fusion unterstützt werden, nennt RealNetworks unter anderem Facebook oder MySpace sowie das iPhone, iPad und Android-Geräte. Um die Distributionspalette in Zukunft zu erweitern, arbeitet man eigenen Angaben zufolge zudem bereits an Lösungen für Videospielkonsolen, TV-Geräte und Set-Top-Boxen.

Plattformübergreifendes Gamer-Profil

Natürlich soll GameHouse Fusion aber auch dem Nutzer einiges bieten. Dieser hat bei dem Service beispielsweise die Möglichkeit, aus einem Profil seines bevorzugten sozialen Online-Netzwerks ein eigenes Spielerprofil zu erstellen, auf das er dann plattformübergreifend zugreifen kann. Konkret bedeutet das, dass spezifische Profilinformationen wie etwa persönliche High-Scores und Spielfortschritte unabhängig davon verwendet werden können, welche Webseite oder welches Gerät der User gerade nutzt. (pte)

  • Mit "GameHouse Fusion" will RealNetworks den Social-Gaming-Markt 
erobern

    Mit "GameHouse Fusion" will RealNetworks den Social-Gaming-Markt erobern

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