Erste Mathematik-Professorin an Uni Leoben berufen

4. Mai 2010, 13:03
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Professorenkollegium zu sieben Prozent weiblich - mit TU Graz bundesweites Schlusslicht bei Frauenanteil

Graz - Mit Erika Hausenblas hat die Montanuniversität Leoben erstmals eine Frau auf den Lehrstuhl für Angewandete Mathematik berufen. Mit der Berufung der bisherigen Privatdozentin an der Universität Salzburg steigt der Frauenanteil im Professorenkollegium der Montanuni auf sieben Prozent. Die Universität bildet damit mit der TU Graz (Frauenanteil rund 5 Prozent) noch immer die Schlusslichter beim Professorinnen-Anteil an den heimischen Unis.

Die in München aufgewachsene Österreicherin studierte Mathematik und dissertierte über stochastische Analyse. Sie finanzierte sich an der Universität Salzburg als Selbstantragstellerin über FWF-Projekte, in deren Rahmen sie nun auch ein PostDoc-Stelle mit nach Leoben bringen kann, heißt es vonseiten der Montanuniversität. Innerhalb der Montanuni sieht Hausenblas Kooperationsmöglichkeiten innerhalb der Materialwissenschaften und der Nanotechnologie.

Nach der im Jahr 2005 an die Montanuniversität berufenen Professorin für Werkstoffdesign (Atomistic Modelling and Design of Materials), Claudia Ambrosch-Draxl, und der Professorin für Industrielogistik, Corinna Engelhardt-Nowitzky, ist Hausenblas zurzeit die dritte Professorin an der obersteirischen Montanisten-Schmiede. Mit der aktuellen Berufung stehen sie 39 männlichen Kollegen gegenüber. Unter den insgesamt rund 500 Leobener Studienanfängern des laufenden Semesters 2009/10 beträgt der Frauenanteil 23 Prozent. (APA)

 

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