Fortell-Brüder stritten erstmals vor Gericht

22. April 2010, 14:34
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Die Richterin hatte alle Hände voll zu tun, die aufgeheizte Stimmung zu schlichten

Wien - Im Streit um das Erbe der Mutter sind Schauspieler Albert Fortell, geborener Fortelni und seinen Bruder Marius Fortelni erstmals vor Gericht aufeinander getroffen. Die Richterin Elisabeth Bartholner hatte alle Hände voll zu tun, die aufgeheizte Stimmung zu schlichten. "Ich habe diese Fratze von meinem Bruder so nicht gekannt", fasste Albert Fortell angeblich den Tag der Anhörung zusammen.

Marius Fortelni, der in den USA eine kleine Immobilienfirma betreibt, beschuldigt seinen Bruder, ihn um seinen Anteil an dem Drei-Millionen-Euro-Erbe der Mutter gebracht zu haben. Fortell weist das zurück. Vom Geld sei außer Schulden auch nichts mehr übrig, nachdem Albert von Marius angeblich zu einem Immobiliengeschäft überredet wurde. "Das ging voll den Bach runter", erzählte Fortell.

Im Streit geht es vor allem darum, dass die Mutter Albert Fortell noch zu Lebzeiten alle ihre Wohnungen überschrieben habe. "Sie wollte sichergehen, dass sie ihre Immobilien im Alter nicht verliert", erklärte Fortell. Die Einnahmen aus den Wohnungen habe sie bis zu ihrem Tode erhalten. Bruder Marius wurde in die Schenkung nicht miteinbezogen, weil er "immer wieder Probleme hatte und große finanzielle Zuwendungen" von der Mutter bekommen hat, erklärte Albert Fortell.

"Lügner, Lügner! Das ist so gelogen, Frau Rat", erklärte Marius Fortelni und kassierte umgehend eine Maßregelung der Richterin. Die Richterin muss nun entscheiden, inwieweit die Klage überhaupt verhandelt werden kann. (APA)

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    Albert Fortell und Bruder Marius Fortelni zeigen ausgeprägt dramatisches Talent auch im realen Leben

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