Nur Mini-Quote für die Gläubiger

21. April 2010, 13:17
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KSV: Von 71 Millionen Euro Forderungen wurden nur 17,3 Millionen Euro anerkannt

Wien - Die rund 1.500 Gläubiger der insolventen Elektrohandelskette Cosmos werden sich wohl mit einer Mini-Quote zufriedengeben müssen. Es sei davon auszugehen, dass die Gläubiger "hohe Vermögensschäden erleiden werden" und nur eine "geringe Quotenaussicht" bestehe, so der Christoph Vavrik vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Mittwoch nach der Berichts- und Prüfungstagsatzung.

Insgesamt haben die Gläubiger rund 71 Mio. Euro an Forderungen angemeldet, davon hat der Masseverwalter vorerst lediglich 17,3 Mio. Euro anerkannt. Die Forderungsprüfung konnte noch nicht abgeschlossen, so der KSV. Es sei aber davon auszugehen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der derzeit bestrittenen Forderungen nachträglich vom Masseverwalter anerkannt werden.

Der Abverkauf des vorhandenen Warenlagers wurde am 17. April beendet. Damit wurde auch die letzte offene Filiale in Brunn am Gebirge endgültig geschlossen. Der Masseverwalter wird das Unternehmen nun endgültig liquidieren.

Im Zuge des Konkursverfahrens werde es noch zu einer eingehenden Prüfung der in den letzten Monaten vor Insolvenzeröffnung gesetzten Rechtsgeschäfte und Rechtshandlungen kommen, so der KSV. Dabei dürfte es vor allem um eine angemeldete Forderung der Cosmos-Gesellschafterin Nove-K im Zusammenhang mit der Übernahme der Gesellschaftsanteile und dem Erwerb von fällig gestellten Forderungen gehen. Das Unternehmen hatte Ende 2009 seine Bankschulden in Höhe von 18,5 Mio. Euro an die slowakische Firma der Cosmos-Eigentümer, der Tiroler Brüder Stauder verkauft. (APA)

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