Austria und das Land der Selbsttäuscher

14. April 2003, 18:42
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Das 2:1 am Sonntag bei der Admira notiert in der Tabelle als Fortschritt, in der Legendenbildung freilich als dunkles Kapitel

Südstadt - Die Austria marschiert natürlich weiter auf ihrem Weg, die beste österreichische Fußballmannschaft genannt zu werden. Das 2:1 am Sonntag bei der Admira notiert in der Tabelle als Fortschritt, in der Legendenbildung freilich als dunkles Kapitel. Einzig Janocko unterschied sich vom Austria-Kollektiv in seiner Eigenschaft als Fußballer. Scharner, dessen Attacke in den Schlussminuten an Katzer ein klares Elferfoul war (Schiri Falb kroch vor der Austria im Staube!), bewies beispielsweise wieder seine fußballerische Naivität!

Einzig Austrias Trainer Christoph Daum ist in der Lage, die Probleme anzusprechen - auch wenn seine Analysen kaum kolportiert werden, weil sie unbequem sind. So nahm er in der Matchanalyse unter anderem die Namen Herbert Prohaska und Hans Krankl in den Mund, die nun bequem und aus erhöhter Position als ORF-Kommentator und Teamchef die Entwicklung im Allgemeinen und die Nachwuchsarbeit im Speziellen geißeln, aber in ihrer Tätigkeit als Trainer nichts zum Besseren beitrugen. Laut Daum sei Österreich ein Musterbeispiel eines Landes, in dem man sich in den Sack lüge. Einzig Ried, so Daum, gehe einen richtigen und konsequenten Weg. (josko, DER STANDARD PRINTAUSGABE 15.4. 2003)

  • Sigurd Rushfeldt in oberen Etagen
    foto: rauters/raunig

    Sigurd Rushfeldt in oberen Etagen

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