"Das könnte eine katastrophale Mission werden"

13. April 2003, 20:00
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Projektmanager Theisinger hält die "Mars Rover" der NASA zurück - Kurzschluss-Gefahr erzwingt späteren Start

Pasadena - Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat den Start der beiden "Mars Rover" zum Mars wegen eines technischen Defekts verschoben. Die NASA erklärte am Dienstag, es bestehe die Gefahr eines Kurzschlusses. Beide Roboter müssten teilweise demontiert werden, um das Problem zu beheben. Der erste Start von Cape Canaveral in Florida verschiebt sich nun um acht Tage auf den 6. Juni. Der zweite Roboter soll wie geplant zwischen dem 25. Juni und dem 15. Juli abheben.

Projektmanager Peter Theisinger sagte, ein Kurzschluss könne zu einem Verlust aller Radardaten führen, die die Roboter zur Landung auf dem Mars benötigten. "Das könnte eine katastrophale Mission werden", sagte er.

Fix ist immerhin der Ort

Die Landeplätze für die beiden Mars-Rover stehen nach einem langen Auswahlverfahren fest. Das eine Roboterfahrzeug wird am Gusev-Krater südlich des Mars-Äquators landen, der andere wird in der Meridiani-Ebene landen. Bei der Auswahl habe die NASA das Risiko zwischen einer Landung auf schwierigem Terrain und den wissenschaftlich interessantesten Orten abgewogen, sagte Chefwissenschaftler Ed Weiler.

Die sechsrädrigen Wagen sollen 2004 auf dem Roten Planeten landen und dort rund 90 Tage unterwegs sein. Sie sollen vor allem nach Hinweisen auf Wasser im Boden suchen und der Frage nachgehen, ob auf dem Planeten einst Leben möglich war. Die umgerechnet 742 Millionen Euro teure Mission ist die zweitteuerste der NASA bei der Erforschung des Mars. (APA/dpa)

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