"Dagegen muss ich etwas tun. Porträt der Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann": "Das war alles voller Hoffnung"

14. April 2010, 19:20
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Tina Leischs Dokumentarfilm "Dagegen muss ich etwas tun. Porträt der Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann"

Hilde Zimmermann, Arbeiterkind aus Kagran, jugendliche Aktivistin, dann im Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv, verhaftet, in Ravensbrück interniert, Überlebende. Eine "Verfolgte" sei sie gewesen, kein "Opfer". Zeitzeugin, Raucherin, Künstlerin und später Brillendesignerin noch für Dior.

"Dagegen muss ich etwas tun. Porträt der Widerstandskämpferin Hilde Zimmermann" heißt der Dokumentarfilm von Tina Leisch ("Gangster Girls"). Er geht zurück auf ein Oral-History-Projekt, bei dem Ende der 1990er auch Zimmermanns Erinnerungen aufgezeichnet wurden. 2002 starb sie 82-jährig. Leisch hat nun auch engste Weggefährten interviewt. Entstanden ist daraus ein Porträt, das über den individuellen Lebensweg hinaus auch ganz grundsätzlich eine Haltung würdigt.

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  • Porträtierte Aktivistin: Hilde Zimmermann
    foto: sixpack

    Porträtierte Aktivistin: Hilde Zimmermann

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