Promotion - entgeltliche Einschaltung

Entity - Messerscharf geschnittene Bewegungsmuster

31. März 2010, 09:59

Entity und die Frage wie der der menschliche Geist funktioniert und ob er künstlich simuliert werden kann - Im Festspielhaus St. Pölten

Die Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft ist es, die Wayne McGregor über die Maßen zu faszinieren scheint - stets verbunden mit einer großen Leidenschaft für den menschlichen Körper. Während der vergangenen 16 Jahre hat er intensiv geforscht, mit diversen Künstlern, aber auch Ingenieuren und Wissenschaftlern zusammen gearbeitet und die Grenzen des Genres Tanz sprengende Arbeiten geschaffen. Er ist der Überzeugung, dass Tänzer und Choreografen eine besonders hohe kinästhetische Intelligenz besitzen, was sie zu den prädestiniertesten Forschern dieses Gebietes macht.

In "Entity" (Das Seiende), einem Stück, dem ein dreijähriger Forschungsprozeß mit zehn TänzerInnen, Psychologen und Neurowissenschaftlern voranging, macht Wayne McGregor diese Leidenschaft, zusammen mit seinen Tänzern, Musikern und Designern, erforsch- und erlebbar. Er beschäftigt sich mit Fragen wie "Wie verändert das Denken eine Bewegung?", "Sind Bewegungen instinktiv oder intentional gesteuert?", "Was passiert im Gehirn, wenn man eine Choreografie entwickelt?". Die Beziehung von Geist und Körper, die Rolle der Kunst, die Rolle des Tanzes in einer auf reglementierten Systemen aufgebauten Welt - all das wird durch die Sinnsuche - des Künstlers und des Publikums - ständig hinterfragt. Die geschmeidige, temporeiche Bewegungssprache McGregors ist in Solos und Ensemble-Konstellationen virtuos umgesetzt.

Mit einer ungewöhnlichen Kombination von Licht, Videoinstallationen, Tanz und Musik - in diesem Fall eine spannungsreiche Verbindung aus Streicher-Kompositionen von Joby Talbot und den elektronischen Klängen von Jon Hopkins - sprengen Wayne McGregor und seine Compagnie einmal mehr die Grenzen des Genres Tanz und nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in unbekannte Welten. In der Gegenüberstellung mit dem Wesensfremden und Maschinenhaften eines technischen "Körpers" geht McGregor anhand kognitiver und physischer Aspekte von Bewegung letztendlich einmal mehr der Frage auf den Grund, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Zur Person: 

Wayne McGregor wurde 1970 in Yorkshire geboren, liebte als Schulkind Atari-Computerspiele und bewunderte John Travolta. Als Jugendlicher tanzte er Ballroom, Latin, Disco. In Leeds studierte er Choreografie und Semiotik. Mit 22 Jahren gründete er Random Dance, in Anspielung auf Richard Dawkins' Theorie der Zufallsmutation (random mutation). Seitdem hat der Workaholic über 80 Arbeiten für Bühne, Film und Fernsehen geschaffen, darunter Tanzszenen für einen Harry Potter-Film und das Independent-Video "Chrysalis", in dem er als Frankensteinscher Humanoid mit metallenen Gliedmaßen auftrat.

Entity

Samstag, 10. April, 19.30 Uhr, Großer Saal

Random Dance
Wayne McGregor Konzept
Regie & Choreografie Joby Talbot & Jon Hopkins
Musik Patrick Burnier
Bühne & Kostümdesign Lucy Carter
Lichtdesign Ravi Deepres Videodesign

Einführungsgespräch mit Helmut Ploebst

Samstag, 10. April 18.30 Uhr, Box

Karten € 8 bis € 35; Reservierung unter +43(0)2742/908080-222, karten@festspielhaus.at bzw. www.festspielhaus.at.

  • Ankommen an einem Wendepunkt des Zeitgenössischen: Technisch anspruchsvoll, kompromisslos und berührend bewegt sich Wayne McGregor mit seinen TänzerInnen über stilistische Grenzen des Tanzes und des Theaters hinaus.
    foto: festspielhaus st. pölten

    Ankommen an einem Wendepunkt des Zeitgenössischen: Technisch anspruchsvoll, kompromisslos und berührend bewegt sich Wayne McGregor mit seinen TänzerInnen über stilistische Grenzen des Tanzes und des Theaters hinaus.

Share if you care.