Zwei Räder und ein Motor

31. März 2010, 17:07
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Alternativen zu Fahrrad und Pedelec - Strombetriebene Scooter, Roller & Co. gelten als weitere klimaschonende Fortbewegungsmittel in der Stadt

Auch wer nicht selbst in die Pedale treten kann oder will oder etwas längere Strecken zurücklegen muss, kann sich in der Stadt klimaschonend fortbewegen. Und zwar mit einspurigen Elektro-Fahrzeugen wie Scootern, Rollern, Mopeds oder Motorrädern. Sobald ein "E" vorne steht, funktionieren sie alle gleich: Sie werden elektrisch betrieben, besitzen einen Motor und eine Batterie, die man in der Steckdose auflädt. Beim Fahren entstehen weder Lärm noch Abgase, das Volltanken an der Steckdose kostet laut ÖAMTC nicht mehr als 50 Cent. Einige Unterschiede gibt es aber doch, zum Beispiel verkehrsrechtlich oder im Bezug auf die Reichweite.

Fahrrad versus Moped

Bei den E-Scootern gibt es zwei unterschiedliche Bautypen: Jene mit einer Reichweite von 25 bis 30 Kilometern werden verkehrsrechtlich wie Fahrräder behandelt. "Wer damit fährt, unterliegt der Fahrrad-Verordnung und benötigt dieselbe Ausstattung wie bei einem Fahrrad", sagt Peter Nejedly, der in Baden bei Wien einen Handel für Elektro-Fahrzeuge betreibt.

Ab 25 Stundenkilometern und 600 Watt werden Scooter rechtlich den Mopeds zugeordnet. "Man braucht einen Moped-Führerschein, Versicherung, Kennzeichen und es besteht Helmpflicht", weiß der Unternehmer. Scooter dieser Bauart haben eine Reichweite von 60 bis 90 Kilometer. Auch E-Mopeds haben dieselbe Reichweite, Roller und Motorräder können bis zu 100 Kilometer weit fahren - zwischen 70 und 90 seien aber die Norm.

Akkus: Abnehmbar oder fix eingebaut

Auch im Bezug auf die Akkus muss man differenzieren: Während bei nicht für die Straße zugelassenen Scootern die Batterien häufig abnehmbar sind, haben Mopeds und größere Modelle meist fix eingebaute Akkus. "Diese wären zu groß und zu schwer, um sie abzumontieren", erklärt Nejedly. Wer sich ein solches Gerät anschafft, verfügt also am besten über eine Garage mit Steckdose, um das Fahrzeug anzuschließen.

Nejedly betreibt sein Geschäft für Elektro-Fahrzeuge seit fast acht Jahren. "Damals hat alles mit den kleinen Scootern begonnen und aus diesem Bereich heraus haben sich die anderen Modelle entwickelt." Dass E-Fahrzeuge auch in Österreich zunehmend als Alternative gesehen werden, spürt er besonders seit dem Vorjahr. "Die vorige Saison war die stärkste, auch bedingt durch die Förderungen." (mak, 31.03.2010, derStandard.at)

  • Der Elektro-Roller Emax S90 fährt bis zu 45 Kilometer pro Stunde, die Reichweite beträgt 45 bis 60 Kilometer.
    foto: scooterman

    Der Elektro-Roller Emax S90 fährt bis zu 45 Kilometer pro Stunde, die Reichweite beträgt 45 bis 60 Kilometer.

  • Bis zu 20 Stundenkilometer schnell und 20 Kilometer weit fährt dieser Scooter (Scooterman YT-10), der rechtlich gesehen der Fahrradverordnung unterliegt.
    foto: scooterman

    Bis zu 20 Stundenkilometer schnell und 20 Kilometer weit fährt dieser Scooter (Scooterman YT-10), der rechtlich gesehen der Fahrradverordnung unterliegt.

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