Das Wettrennen um die ersten iPad-Programme

22. März 2010, 14:33
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Softwarehersteller versuchen eigenen Spiele und Anwendungen rechtzeitig zum Launch fertig zu bekommen - Starkes Interesse

Nicht gerade leicht macht es Apple all jenen, die schon direkt zum Start des iPads eigene Programme für das Tablet im Angebot haben wollen. Obwohl das Gerät schon vor einigen Wochen öffentlich präsentiert wurde, besitzen nur ganze wenige Partnerfirmen vorab eigene Testgeräte, alle anderen sind auf das "Trockentraining" per Emulator angewiesen. Und selbst jenen, die das iPad schon in Händen halten, wurden massive Einschränkungen auferlegt: So muss das Gerät nicht nur von der Öffentlichkeit ferngehalten werden, es darf ausschließlich in Räumen ohne Fenster genutzt werden, auch muss es an den Tisch angekettet bleiben.

Kein Problem

Was bei vielen anderen Herstellern wie ein schlechter Witz klingen würde, wird bei Apple offenbar widerspruchslos in Kauf genommen. Wie die New York Times berichtet, gibt es einen regelrechten Wettlauf um die ersten iPad-Anwendungen - wohl nicht zuletzt in Hoffnung auf einen ähnlichen "Goldrausch" wie es ihn in der Frühphase des iPhones gegeben hat. So ortet etwa Raven Zachary, Chef des Softwareentwicklers "Small Society" gar ein größeres Interesse als beim iPhone: "Viele Leute sehen das als eine Chance etwas ganz Neues zu machen, und wollen den Vorteil, früh am Markt zu sein, nutzen."

Emulator

Ohne die Verfügbarkeit realer Hardware ist dies allerdings gar nicht so einfach, so bekennt man sich etwa bei Panelfly, Hersteller eines Comic-Readers, dazu noch etwas warten zu wollen: So gern man auch ab Tag 1 dabei wäre, ein Fehler könnte dem Ruf der eigenen Software schwerwiegenden Schaden zufügen, ein Emulator würde einfach nicht die selben Probleme wie ein reales Geräte aufzeigen.

Beschränkungen

Auf die Softwarelösung sind aber bei weitem nicht nur kleinere Hersteller begrenzt, auch so mancher große Hersteller muss sich derzeit mit dem Emulator herumschlagen. Dazu gehört etwa Amazon, wo man eine eigene Kindle-App als E-Reader für das iPad etablieren möchte. Bei all dem darf nicht vergessen werden, dass ein großer Teil der bestehenden iPhone-Anwendungen ohnehin auf dem Tablet laufen werden, von der Anpassung an die sich durch den größeren Formfaktor ergebenden Möglichkeiten erhoffen sich jedoch viele Hersteller einen entscheidenden Vorteil. (red, derStandard.at, 22.03.10)

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