Per Kirkeby erhält Herbert-Boeckl-Preis

11. April 2003, 12:29
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Salzburg - Der Herbert-Boeckl-Preis des Jahres 2003 geht an den dänischen Künstler Per Kirkeby. Das teilte der Verein der Freunde und Förderer des Rupertinums in Salzburg mit, der den Preis vergibt. Mit einer Preissumme von 18.000 Euro zählt der Herbert-Boeckl-Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, zu den höchstdotierten Kunstpreisen in Österreich. Die Preisverleihung findet am 16. April statt.

Per Kirkeby, geboren 1938 in Kopenhagen, ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, der das Genre der "Landschaftsmalerei" unter neuen Aspekten definiert: seine Naturschilderungen sind wie Erinnerungen an Landschaften, wie die Zeichenschrift der Elemente, die ihre Spuren auf Steinen und Stränden, in Bergschneisen und Küstenriffen, als Moose, Algen und Krüppelgesträuch hinterlassen hat.

Das Salzburger Rupertinum zeigt ab Samstag die Ausstellung "Dreimal Werden" mit Arbeiten von Per Kirkeby. Zum ersten Mal wird ein kompletter Zyklus von 37 frühen Zeichnungen gezeigt, beginnend mit dem Jahr 1966, die in direkter Reflexion Kirkebys auf die Pop-Art und die amerikanischen Comic-Zeichnungen entstanden sind. Darüber hinaus werden 40 Werke gezeigt, die bei Kirkebys Reise zu den Färöer- Inseln im Jahr 2000 entstanden sind. Diese Monotypien, Holzschnitte und Radierungen wurden zu seinem letzten abgeschlossenen Werkskomplex vor seiner durch einen Gehirnschlag ausgelösten Krankheit. Mit 30 Arbeiten auf Papier aus den letzten Jahren bis ins Jahr 2002 wird ein Neubeginn des Schaffens von Per Kirkeby angerissen. (APA)

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