Maria F. protokolliert mit

16. März 2010, 10:38
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Gibt man auf der Website der Wiener Grünen einen veralteten oder falschen Link ein, wird man des "Rumschnüffelns" beschuldigt

Maria F. sieht der Innenministerin sehr ähnlich. Statt einer Fehlermeldung lacht sie einem entgegen, wenn man auf der neuen Website der Wiener Grünen einen veralteten oder falschen Link eingibt. "Hast du beim Rumschnüffeln nicht das gefunden was du gesucht hast?", fragt Maria F. "Weil das öfter und nicht nur dir passiert, habe ich deinen Versuch mitprotokolliert. Falls du später irgendwann mal wissen willst, was du im Internet gesucht hast, weißt du ja wo du alle Infos bekommst."

Das ganze ist offenbar eine Anspielung auf die Datenschutzbestimmungen im Internet, mit denen die Grünen nicht zufrieden sind und die in der Verantwortung von Innenministerin Maria Fekter liegen. Seitens der Grünen heißt es auf Nachfrage von derStandard.at zur ungewöhnlich Error-Seite: "Wir haben uns gedacht, so eine kleine, aber wichtige Seite sollte auch nicht ohne unseren Anspruch, Politik zu machen, auskommen", sagt Jutta Reichenpfader, die für die Website verantwortlich ist. Die Grünen würden schon seit geraumer Zeit auf die Problematik der Vorratsdatenspeicherung aufmerksam machen, da habe sich das Thema für die Seite angeboten. "Sie verfehlt auch nicht ihre Wirkung, es wird nachgefragt und via twitter wurde sie schon lobend weitergereicht. So erhält das Thema auch mal auf eine andere Art Aufmerksamkeit", so Reichenpfader. (rwh, derStandard.at, 16.3.2010)

  • Maria F. lacht einem auf der Website der Grünen entgegen.
    foto: screenshot

    Maria F. lacht einem auf der Website der Grünen entgegen.

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