Preisgestaltung

15. März 2010, 17:13
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Manchmal ergeben sich sogar am Küniglberg die Dinge wie von selbst - Den Samstagnachmittag neu ordnen wollten die Verantwortlichen im ORF

Manchmal ergeben sich sogar am Küniglberg die Dinge wie von selbst. Den Samstagnachmittag neu ordnen wollten die Verantwortlichen im ORF. Für Barbara Stöckl hätte der neue Programmablauf halbierte Sendezeit und somit für ihre Produktionsfirma Kiwi halbiertes Einkommen aus Stöckl am Samstag bedeutet. Die Talkerin leistete Widerstand, indem sie sich dem Vernehmen nach beharrlich und energisch weigerte, dem Deal zuzustimmen. 

Stattdessen bot Stöckl an, ein Gesundheitsmagazin, das der ORF plant, zu produzieren. Nach Standard-Infos zum gleichen Preis. Ergebnis: Der Talk am Samstag - bisher 16 Uhr, 50 Minuten - wird um 16.10 Uhr eine Spur kürzer. 17.05 Uhr folgt das Gesundheitsmagazin. Eine Moderatorin wird gecastet, gute Chancen werden der ehemaligen Wie bitte?-Moderatorin Eva Pölzl eingeräumt.

Angesichts dieser großzügigen Draufgabe stellt man sich die Frage nach den Gewinnspannen, die bisher kalkuliert wurden. Wenn so mir nichts, dir nichts ein zweites Magazin produziert werden kann, kann das zweierlei bedeuten: Entweder wurde früher maßlos viel verdient, oder es findet jetzt hemmungslose Ausbeutung statt. Beides wirft eher kein gutes Licht auf den ORF. 

Apropos kein Licht: Dominic Heinzl schaffte Freitag gerade 105.000 Zuseher. Langsam könnte man anfangen nachzudenken. (Doris Priesching, DER STANDARD; Printausgabe, 16.3.2010)

  • Barbara Stöckl
    foto: orf/thomas ramstorfer

    Barbara Stöckl

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