41 Prozent sagen, Rosenkranz schadet Österreichs Ruf

7. März 2010, 18:02
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FP-Kandidatin für ÖVP-Wähler nicht sehr attraktiv

Wien/Linz - Barbara Rosenkranz steht noch keine Woche als Präsidentschaftskandidatin fest - aber schon meinen 29 Prozent der Österreicher, dass die freiheitliche Kandidatin das Land im Wahlkampf spalten wird. 39 Prozent sehen sie als Vertreterin einer extremen Grundhaltung und gar 41 Prozent sagen, dass Rosenkranz "dem Ansehen des Landes" schadet. Das geht aus einer Market-Umfrage für den Standard hervor.

Zwei Drittel der erklärten SPÖ-Anhänger und mehr als ein Drittel der ÖVP-Wähler sehen die Rosenkranz-Kandidatur als schädlich für das Land an. Dass Rosenkranz bisherige ÖVP-Wähler überzeugen könnte, meinen nur 14 Prozent der Befragten - Männer und Senioren noch am ehesten. Erklärte ÖVP-Wähler sind noch skeptisch. Nur vier Prozent meinen, Rosenkranz wäre auch für Grün-Wähler interessant.

Dagegen meinen 25 Prozent, Heinz Fischer wäre für Grün-Wähler überzeugend, sogar 30 Prozent trauen ihm zu, ÖVP-Wähler anzusprechen.

Rosenkranz sieht sich seit Tagen Angriffen auf ihre unklare Haltung zum extrem rechten Lager, dem ihr Ehemann zugerechnet wird, ausgesetzt. Am Montag will sie eine Grundsatzerklärung abgeben. Grünen-Chefin Eva Glawischnig hält das nicht für ausreichend, sie fordert Rosenkranz im Standard auf, auf die Kandidatur zu verzichten. (red/STANDARD, 08.03.2010)

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