Erfolgsgeschichte Linux: "Jeder nutzt es täglich"

4. März 2010, 14:01
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Jim Zemlin nennt Gründe für dne Erfolg und drei Herausforderungen für die Zukunft

Linux ist eine Erfolgsgeschichte und hat in 18 Jahren die IT-Welt wesentlich verändert. Dies ist die Kernaussage eines Vortrags von Jim Zemlin von der Linux Foundation im Rahmen des Open Source Forums auf der diesjährigen Cebit.

"Jeder nutzt täglich Linux"

Jim Zemlin begann seine Rede mit den Worten: "Jeder Bewohner der westlichen Welt, jede Börse nutzt täglich Linux - sei es in einer Google-Suche oder im Mobiltelefon". Zemlin lieferte auch gleich weitere Eckpunkte, die den 18-jährigen Erfolgslauf von Linux verdeutlichen: So sind alleine im Jahr 2009 2.700.000 Zeilen Code zum Kernel hinzugekommen. 90 Prozent der Kernel-AutorInnen arbeiteten hauptberuflich am Linux-Kern, was für die Professionalität der Entwicklung spreche und der Bedeutung Rechnung trage. Der Linux-Kernel habe einen Wert von 10, 8 Milliarden Dollar - diese Summe müsste man investieren, wenn man das Herzstück des Betriebssystems von Grund auf neu entwickeln wollte. Zudem würden die Linux-Firmen weltweit jährlich 50 Milliarden Dollar verdienen, so Zemlin.

Die großen Trends

Die Zukunft für Linux beurteilt Zemlin äußerst rosig: so würden Unternehmen gerade in den wirtschaftlich angespannten Zeiten vermehrt auf Linux setzen, um so Geld zu sparen. Dies sei ein wesentlicher und großer Wettbewerbsvorteil. Zudem würde sich Linux für alle Endgeräte - vom Mobiltelefon bis zum Supercomputer - eignen und damit eine große Flexibilität garantieren. Auch der Wandel am Markt - weg von Produkten, hin zu Services, würde Linux entgegen kommen.

Die Probleme

Zemlin ortet aber auch einige Probleme, denen sich Linux in Zukunft stellen muss. Ein wesentlicher Aspekt stellt dabei die Standardisierung von Linux dar. Nur so lasse sich eine Interoperabilität garantieren. Auch die juristischen Auseinandersetzungen und Streitereien seien nicht gerade förderlich - gerade in den USA: "In den USA sind die Patente eine Katastrophe. Zuviel wurde patentiert", meint Zemlin. Als dritte und letzte große Herausforderung sieht Zemlin einen Wandel in der Entwicklerkultur bei Linux - man müsse etwas mehr von Apple lernen und den Produkten Bedienungsfreundlichkeit und ein ansprechendes Äußeres mit Feinschliff verpassen.(red)

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