UNO warnt vor Chaos im Irak

9. April 2003, 19:17
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"Angesichts Gesetzlosigkeit droht humanitäre Katastrophe"

Amman - UNO-Hilfsorganisationen haben angesichts des offenbaren Zusammenbruchs der Regierung von Saddam Hussein vor einer humanitären Katastrophe im Irak gewarnt. Der Sprecher von Ramiro Lopes da Silva, dem UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe im Irak (UNHCI), appellierte am Mittwoch in Amman an die alliierten Truppen, gegen Plünderungen und Gesetzlosigkeit vorzugehen und für die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu sorgen.

Peter Kessler vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) äußerte die Befürchtung, dass das wachsende Chaos in den irakischen Städten zu einer großen Flüchtlingsbewegung führen könne. Die Alliierten müssten "umgehend Maßnahmen zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung ergreifen" und dafür sorgen, dass die humanitäre Hilfe bei den bedürftigen Irakern ankomme. Ähnlich äußerten sich Vertreter des UNO-Kinderhilfswerks (UNICEF) und des Welternährungsprogramms (WFP). Die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Fadela Chaib, erinnerte die alliierten Truppen an ihre Verpflichtung, medizinische Einrichtungen und Hilfspersonal zu schützen. (APA)

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