Organisationen fordern Freilassung von Journalisten im Iran

14. Februar 2010, 18:34
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Reporter ohne Grenzen und andere schrieben offenen Brief an Khamenei

Sechs internationale Organisationen haben den Obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, aufgefordert, mindestens 60 inhaftierte Schriftsteller, Journalisten und Blogger freizulassen. Sie seien "immer noch hinter Gittern, was jenem Schutz widerspricht, den die Verfassung der Islamischen Republik Iran und das internationale Recht garantieren", schrieben Reporter ohne Grenzen (RSF), die Schriftstellervereinigung PEN International und vier weitere Vereinigungen von Publizisten in einem offenen Brief an Khamenei, der der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Dies sei seit mehr als einem Jahrzehnt die "weltweit die größte Zahl" an Journalisten, die alle auf einen Schlag ins Gefängnis gekommen seien.

Die Unterzeichner erinnerten daran, dass der iranische Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini eine "Gesellschaft der Freiheit" versprochen habe. Die Führung in Teheran müsse diese Zusagen sowie die Garantien der iranischen Verfassung nun einhalten, indem sie alle Schriftsteller, Journalisten und Blogger, die derzeit wegen Meinungsäußerungen und der Veröffentlichung von Informationen hinter Gittern säßen, freilasse. Nach der umstrittenen Wiederwahl von Irans Staatschef Mahmoud Ahmadinejad im vergangenen Juni waren im Zuge regierungskritischer Proteste zahlreiche Oppositionelle festgenommen worden. (APA/AFP)

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