38 Prozent der Erdoberfläche droht die Wüstenbildung

14. Februar 2010, 19:19
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Spanische Studie liefert erschreckende Ergebnisse

Bonn/Washington - Forscher des Spanischen Institute of Agro Food Research and Technology (IRTA) haben die Ausbreitung der Wüsten weltweit untersucht und erschreckende Ergebnisse geliefert. 38 Prozent der Land-Erdoberfläche sind Trockengebiete. Damit sind sie gefährdet, zu Wüsten zu werden, berichten die Forscher um Montserrat Núñez im "International Journal of Life Cycle Assessment".

Die Forscher haben 15 Öko-Regionen nach ihrem Trockenheitsgrad untersucht. Mit Hilfe des so genannten Life Cycle Assessment (LCA) - einer wissenschaftlichen Methode, die die Auswirkungen der menschlichen Aktivität auf die Umwelt analysiert - und einem geografischen Informationssystem konnten die Wissenschaftler feststellen, dass acht Regionen von Desertifikation bedroht waren. Bei den gefährdeten Regionen handelt es sich um Küstengebiete, die Prärien, den gesamten Mittelmeerraum sowie Steppen und Wüsten aller Klimazonen.

Faktoren für die Wüstenausbreitung

"Das größte Risiko der Wüstenausbreitung gibt es in den subtropischen Trockengebieten in Nordafrika, dem Nahen Osten, Australien, Südwest-China und im westlichen Teil von Südamerika", so die Forscher. Mangelnde nachhaltige Landnutzung sei einer der gravierendsten Faktoren für die Ausbreitung der Wüsten. Semi-aride Gebiete wie etwa weite Teile Spaniens sind besonders betroffen. Die Wissenschaftler warnen, dass diese Situation irreversibel sei.

Trockenheit, Erosion, ausbeuterische Wasserentnahme, Übernutzung der Böden und das Risiko von Bränden seien in erster Linie menschliches Handeln und die Hauptursachen für die zunehmende Wüstenbildung, so der Wissenschaftler. (pte/red)

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