Migräne verdoppelt Infarktgefahr

14. Februar 2010, 10:14
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Aurapatienten zwar besonders gefährdet, Gesamtrisiko aber klein

New York - Menschen mit Migräne neigen verstärkt zu Herzerkrankungen. Die Kopfschmerzen gehen mit einem etwa verdoppelten Infarktrisiko einher, wie der Vergleich von 6.100 Migräne-Patienten mit 5.200 anderen Personen ergab. Darin hatten knapp zwei Prozent der Menschen ohne Kopfschmerzen einen Herzinfarkt, aber mehr als vier Prozent der Patienten.

Litten die Teilnehmer an Migräne mit Aura, so war die Infarkt-Gefahr sogar fast verdreifacht. Bei einer Aura kündigen sich die Kopfschmerz-Attacken durch optische Phänomene wie Lichtblitze oder Flimmern an. Auch das Risiko für einen Schlaganfall war bei Migräne-Patienten um 60 Prozent erhöht. Zudem neigten sie verstärkt zu Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten und Diabetes, wie die Forscher des Albert Einstein College of Medicine im Fachblatt "Neurology" schreiben.

"Migräne galt bisher als schmerzhafte Erkrankung, die die Lebensqualität beeinträchtigt, aber nicht als Bedrohung der sonstigen Gesundheit", sagt Studienleiter Richard Lipton. Dennoch sollten Menschen mit diesen Kopfschmerzen nicht beunruhigt sein, da das Gesamtrisiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sehr gering sei. Allerdings sollten sie andere Herzkreislauf-Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck vermeiden. (APA)

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