Weiterhin Rückgang im Euro-Luftverkehr

8. April 2003, 13:29
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Sieben Prozent weniger Flüge in der zweiten Kriegswoche

Brüssel - Das europäische Passagieraufkommen im Flugverkehr ist in der zweiten Woche des Irak-Kriegs vom 24. bis 30. März gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent gesunken. Der Rückgang auf europäischen Strecken lag bei 5,2 Prozent, auf der Nordatlantik-Route bei 2,5 Prozent und bei Flügen in den Nahen Osten betrug er 52,3 Prozent, teilte der europäische Luftfahrtverband AEA am Dienstag in Brüssel mit.

"Nützliche Indikatoren"

In der ersten Kriegswoche waren die Flüge insgesamt um 12,3 Prozent zurückgegangen. Die Zahlen dienen laut AEA zunächst als "nützliche Indikatoren" und sind noch wenig geeignet, um präzise Aussagen über die Folgen des Irak-Kriegs zu treffen. Dafür sei es noch zu früh. Auch die Auswirkungen der SARS-Krankheit auf den Flugverkehr sei noch nicht abzuschätzen. Zwar sank das Passagieraufkommen der EU-Airlines bei Flügen nach Asien in der Berichtswoche um 11,6 Prozent. Da in der Vorwoche aber ein etwas stärkerer Rückgang von 12,4 Prozent verzeichnet worden war, geht AEA nicht von einem negativen Effekt der Lungenentzündung SARS aus.

Abwärtstrend

Im ersten Quartal des laufenden Jahres haben die EU-Fluglinien gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt ein Minus von 10,5 Prozent verbucht. "Damit wird der generelle Abwärtstrend seit dem ohnehin schwachen Verkehrsniveau 2002 bestätigt", sagte AEA-Generalsekretär Ulrich Schulte-Strathaus. (APA/sda)

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