Rotes Kreuz wird eingeschaltet

7. April 2003, 16:18
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Kontakt mit Rotem Kreuz in Algerien soll Information für Angehörige verbessern

Salzburg - Bei der Suche nach den in Algerien verschollenen Salzburgern soll jetzt auch das Internationale Rote Kreuz eingeschaltet werden. Das hat Landesrettungskommandant Gerhard Huber am Montag im Mittagsjournal des ORF-Radios Salzburg angekündigt. Die Angehörigen haben indessen keinerlei Neuigkeiten aus Algerien erfahren, wie Monika Bleckmann der APA bestätigte. Sie vermisst ihren Mann und einen Sohn.

Informanten-Rolle

"Es hat ein Beispiel vor einigen Jahren gegeben", so Rettungskommandant Huber, "da erfolgte in der Botschaft in Lima in Peru eine Geiselnahme. Da hat das Rote Kreuz die Vermittlung übernommen, weil es das Vertrauen beider Parteien genossen hat. Das gleiche könnten das Rote Kreuz oder der Rote Halbmond auch in Algerien anbieten."

Das Rote Kreuz in Salzburg könne den Angehörigen der Vermissten nur in einem Punkt konkret helfen, sagte Huber. Es könne durch einen optimalen Kontakt zu den algerischen Kollegen die Angehörigen der Verschollenen bestmöglich auf dem Laufenden zu halten: "Es könnten da auch Informationen dabei sein, die der Geheimhaltung unterliegen und die nur für die Angehörigen bestimmt sind." (APA)

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